Sandro Schwarz nach der Niederlage gegen RB Leipzig (Foto: Imago, Imago)

Fußball | Bundesliga Mainz-Trainer Schwarz: "Es fühlt sich immer noch schlecht an"

Niederlagen zu verarbeiten kann dauern. Die historische 0:8-Pleite bei RB Leipzig steckt Trainer Sandro Schwarz und seinen Spielern immer noch in den Kleidern. Die Entschuldigung soll gegen Union Berlin auf dem Platz folgen, erklärt Schwarz im Interview mit SWR Sport.

SWR Sport: Herr Schwarz, Sie mussten nach dieser Niederlage wahrscheinlich zwei, dreimal länger und intensiver durchpusten. Wirkt das Spiel in Leipzig immer noch nach?

Schwarz: Ja klar. Das, was wir am Samstag erlebt haben, ist dann auch nicht mit eins, zwei Tagen erledigt. Dementsprechend hängt es noch einen Tag mehr nach. Und dennoch brauchen wir jetzt wieder für uns die Kraft und die Energie für die nächste Aufgabe am Samstag

Die Analyse war nach Düsseldorf sehr ausgeprägt. Danach kam das Erfolgserlebnis gegen Köln, jetzt ein erneuter Tiefschlag gegen Leipzig. Wie geht man damit um? Die Peitsche rausholen oder dann doch eher versuchen, es ein bisschen analytischer anzugehen?

Schwarz: Beides! Denn wenn die Bereitschaft in gewissen Situationen fehlt, dann musst du die Peitsche rausholen, ganz klar! Und dann aber auch wieder analytische Dinge betrachten, was wir besser hätten machen müssen in den Dingen, die wir vorher besprochen haben. Und es ist immer ein Mix von beidem. Dennoch brauchen wir jetzt wieder diese Zuversicht. Wir dürfen der Mannschaft nicht die Qualität absprechen, sondern die Dinge dann so bewerten, damit wir wieder zuversichtlich ins nächste Spiel reingehen können.

Wie schwierig ist es nach so einem Frusterlebnis wieder Schwung zu bekommen, für das wichtige Spiel am Samstag gegen Union Berlin?

Schwarz: Da ist jede einzelne Trainingseinheit wichtig, um sich dort wieder ein Stück weit ein anderes Gefühl zu holen für das, was wir am letzten Samstag hatten. Jede einzelne Trainingseinheit, jede Besprechung, jedes Miteinander, jede Kommunikation, soll dazu dienen, wieder schrittweise in die richtige Stimmungslage zu kommen.

Dauer

Verlässlichkeit ist ein großes Thema. Wie analysieren Sie und das Trainerteam dieses Auf und Ab bislang in der Saison?

Schwarz: Wenn man die beiden Extremsituationen nimmt, gegen Bayern (1:6 Niederlage, Anm. d. Red.) und RB Leipzig, die sind schon miteinander zu vergleichen, da lassen wir nach knapp 25 Minuten die Dinge über uns ergehen. Weil wir nicht mehr das umsetzen, wie wir es zu Beginn der Spiele gemacht haben. Das ist die Analyse. Jeder einzelne muss einen klaren Kopf behalten und in seiner Aufgabe bleiben - auch als Gruppe, dass wir dann diese Aufgaben bewerkstelligen.

Was fordern Sie jetzt von der Mannschaft? Haben Sie vor Union Berlin eine klare Reaktion formuliert?

Schwarz: Das Wie! Wie wir uns auf dem Platz verhalten. Die Bereitschaft eine Aggressivität an den Tag zu legen. Einfach für uns, als Gemeinschaft, als Gruppe eine Energie zu erzeugen, dass jeder uns ansieht, dass wir unbedingt das Spiel gewinnen wollen. Egal wie der Zwischenstand ist.

REDAKTION
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