Jubel bei Achim Beierlorzer, dem Trainer des FSV Mainz 05 (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Fußball | Bundesliga Achim Beierlorzer: "Die Mannschaft wollte diesen Sieg unbedingt"

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Zweites Spiel, zweiter Sieg: Achim Beierlorzers Bilanz als Trainer des FSV Mainz 05 könnte besser nicht sein. Nach dem 2:1 (0:1)-Sieg gegen Eintracht Frankfurt entledigen sich die Rheinhessen der größten Abstiegssorgen.

Nach dem Sieg im Rhein-Main-Derby - gleichzeitig seine Heimpremiere als Trainer des FSV Mainz 05 - war die Laune bei Achim Beierlorzer bestens. "Die drei Punkte sind Gold wert für uns", sagte der 05-Coach im Gespräch mit SWR Sport. Er bezeichnete den Erfolg seiner Mannschaft als "Willensleistung. Die Jungs wollten den Sieg unbedingt. Wir sind auf einem richtig guten Weg".

Schon fast so viele Punkte mit Mainz wie mit Köln

Der vor knapp zwei Wochen verpflichtete Beierlorzer weist mit den Mainzern nun eine optimale Startbilanz auf. Zwei Spiele, zwei Siege, sechs Punkte. Beim 1. FC Köln, wo er nach dem elften Spieltag entlassen wurde, kam er gerade mal auf sieben Zähler.

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Beierlorzer verspürt "keine Genugtuung"

Genugtuung verspürt der 52-Jährige indes nicht. "Davon kann keine Rede sein", versicherte er: "So ist Fußball, manche Dinge kann man nicht erklären."

Dass die Mainzer mit einem ganz anderen Selbstvertrauen, mit einer ganz anderen Körperspache auftreten als in den Wochen zuvor unter Beierlorzers Vorgänger Sandro Schwarz, konnte der neue Coach ebenfalls nicht erklären. "Manchmal sind es kleine Dinge, die einen Erfolg bringen. Und dann glaubt man an sich, dann wird einem die eigene Stärke bewusst. Das ist alles Kopfsache", sagte Beierlorzer: "Die Mannschaft hat auch alles dafür getan, dass Sandro im Amt bleibt. Wenn das dann nicht so klappt, dann hinterlässt das auch in negativer Hinsicht Wirkung."

"Haben einen Neustart ausgeführt"

Es seien manchmal die kleinen Dinge, so Beierlorzer weiter, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden: "Wir haben den Reset-Knopf gedrückt und einen Neustart ausgeführt. Dass die Jungs Fußball spielen können, wussten wir und sehen wir jetzt."

Wie schon bei Beierlorzers Debüt beim 5:1 in Hoffenheim hatten die Mainzer auch gegen Frankfurt das nötige Matchglück. Knackpunkt war die Rote für Eintracht-Akteur Dominik Kohr (44. Minute) nach einer Notbremse gegen Levin Öztunali. In Unterzahl gelang es den Gästen nicht, die Halbzeit-Führung durch Martin Hinteregger (33.) zu verteidigen. Karim Onisiwo (50.) und Adam Szalai (69.) drehten die Partie für Mainz.

Szalai: "Sehr wichtiger Sieg"

Besonders für Szalai war das Tor eine Befreiung - nicht nur wegen der drei Punkte. Es war für den Ungarn nämlich sein erster Pflichtspieltreffer seit seiner Rückkehr zu Mainz 05. "Das war sehr wichtig für mich und die Mannschaft. Derbysieg, nächster Sieg für uns - nach den schwierigen letzten Wochen freue ich mich sehr", sagte der Stürmer.

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Ähnlich sah es auch Karim Onisiwo, der den ersten Treffer erzielt hatte. "Nach dem 5:1 in Hoffenheim wollten wir noch einen drauflegen. Derby, Abends um 20:30 Uhr - das haben wir gut umgesetzt."

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Beide Stürmer ließen sich nach der Partie mit ihren Mannschaftskollegen von den Fans feiern ließ. Und auch das war augenscheinlich: Die Stimmung in Mainz ist nach den zwei Siegen in Folge wieder gut, wo es zuvor lange Phasen der Saison gebrodelt hatte. Auch tabellarisch hat sich die Lage entspannt. Die 05er verbesserten sich mit 15 Punkten auf Rang zwölf.

Und bereits im nächsten Spiel beim FC Augsburg mit dem Mainzer Ex-Trainer Martin Schmidt (Samstag, 15:30 Uhr) können die Mainzer nachlegen. Wenn Beierlorzers tolle Serie auch bei den bayrischen Schwaben hält, dann haben die so schlecht in die Saison gestarteten Rheinhessen den Sprung ins Tabellen-Mittelfeld endgültig geschafft.

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