David Wagner - Trainer FC Schalke 04 (Foto: SWR, SWR)

Fußball | Bundesliga David Wagner: Ein Ex-Mainzer empfängt den FSV Mainz 05

Seine fußballerischen Wurzeln hat David Wagner in Mainz. Seit dieser Saison ist er Cheftrainer beim FC Schalke 04. Das Heimspiel gegen die 05er ist für den 47-Jährigen etwas Besonderes.

Den Kontakt nach Mainz hat David Wagner nie verloren. Vor der Partie seines FC Schalke 04 gegen die Rheinhessen hatte er natürlich auch schon Kontakt mit den alten Kumpels. Im Verein hat er allerdings mit niemandem gesprochen, obwohl er auch dort noch jede Menge Bekannte hat.

Und die familiäre Bindung in die rheinland-pfälzische Hauptstadt ist sowieso groß, die ganze Familie seiner Frau wohnt noch in der Gegend.

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Der Spieler David Wagner

David Wagner selbst stand von 1991 bis 1995 beim FSV Mainz 05 unter Vertrag, machte 94 Zweitligaspiele für die Rheinhessen. Hier hat er seine Wurzeln, hier lernte er seine heutige Ehefrau kennen. Danach verschlug es den Mittelstürmer zu Schalke 04, dem FC Gütersloh und Waldhof Mannheim. Dann ließ er seine Profikarriere ausklingen, lief für Darmstadt 98 in der Regionalliga auf und spielte im Anschluss bei der TSG Weinheim (Verbands- und Oberliga) und Germania Pfungstadt (Bezirksliga).

Der Trainer David Wagner

Die Trainerkarriere von Wagner begann in der Nachwuchsabteilung der TSG Hoffenheim, nachdem er beim DFB den Lehrgang zum Fußballlehrer absolviert hatte. Nach einer kurzen Unterbrechung für sein Lehramtsreferendariat - Wagner hatte Biologie und Sport studiert - ging es für ihn in Dortmund weiter. Mit der U23 des BVB stieg er in die 3.Liga auf,  später allerdings auch wieder ab. Der Weg führte ihn dann nach England zu Huddersfield Town.

Der englische Fußball liegt ihm mehr

Nach einer kurzen Eingewöhnungphase lernte Wagner die englische Art des Fußballs zu schätzen. "Die ersten zehn Pflichtspiele hab ich vier mal die Rote Karte für den Gegner gefordert. Aber wenn du dann weißt, wie das ist, dass es relativ wenig Foulspiel gibt, dann respektierst du das", so der 47-Jährige.

Für Wagner ist der größte Unterschied zwischen der deutschen Bundesliga und der Premiere League das Spieltempo. Das hänge aber nicht mit der Fitness der Spieler zusammen, sondern mit der Spielleitung, so Wagner: "Der Schiedsrichter pfeift einfach in England viel viel weniger und dadurch geht’s halt mehr hin und her und rauf und runter. Es gibt viel weniger Unterbrechungen und dementsprechend ist das Spieltempo höher." Wenn er die Wahl hätte, würde Wagner die englische Weise bevorzugen:

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Zurück in Deutschland - jetzt geht’s gegen Mainz

Die Zeit in England war nach vier Jahren vorbei - jetzt ist Schalke 04 angesagt. Bisher lief die Saison für die Gelsenkirchener mit zwei Siegen und einem Unentschieden aus vier Partien relativ rund an.

Gegen Mainz wartet nun ein ganz besonderes Spiel - vor allem für den Trainer. Ein Wiedersehen mit alten Bekannten, eine Partie gegen die alten Weggefährten wie Sandro Schwarz. Auch wenn Wagner und Schwarz nie zusammen gespielt haben, kennen sie sich schon lange.

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In der Vorbereitung ist es für Wagner ein Spiel wie jedes andere, spätestens wenn es losgeht sowieso. Dann liegt sein Fokus einzig auf der eigenen Mannschaft, dem eigenen Spiel. Aber irgendwie ist es dieses Mal doch etwas ganz Besonderes.

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