Achim Beierlorzer bejubelt den Sieg seines neuen FSV Mainz 05 (Foto: Imago, Jan Huebner)

Fußball | Bundesliga Achim Beierlorzer gibt Mainz 05 die Hoffnung zurück

Es war "nur" ein Spiel - und doch sieht die Welt für den FSV Mainz 05 nach dem 5:1-Auswärtserfolg bei der TSG Hoffenheim schon viel positiver aus. Die Hoffnung ist zurück bei den Rheinhessen - und hauptverantwortlich dafür ist der neue Trainer Achim Beierlorzer.

Was für ein Einstand für Achim Beierlorzer: Der 52-Jährige feierte mit seinem ersten Spiel als Trainer des FSV Mainz 05 mit seiner Mannschaft einen 5:1-Auswärtserfolg bei der TSG Hoffenheim, die zuvor fünf Bundesliga-Spiele in Serie gewonnen hatte.

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Mainz 05 schreibt Bundesliga-Geschichte

Und nebenbei schrieben die 05er dabei Bundesliga-Geschichte, denn als erstes Team erzielten sie vier Tore in Unterzahl. Ridle Baku (45. Minute+2) hatte wegen groben Foulspiels die Rote Karte gesehen - zu diesem Zeitpunkt stand es lediglich 1:0 für die Mainzer.

Die Rheinhessen präsentierten sich im Kraichgau im Vergleich zu den Wochen zuvor wie ausgewechselt. Das Selbstbewusstsein und die Körpersprache waren im Vergleich zu den beiden jüngsten Auftritten vor der Länderspielpause (0:8 bei RB Leipzig, 2:3 gegen Union Berlin) völlig anders.

Drücken des Resetkonopfs hat offensichtlich geholfen

Warum die Mainzer nach nur wenigen Tagen unter der Regie des am vergangenen Montag präsentierten neuen Trainers so viel besser spielten als unter seinem Vorgänger Sandro Schwarz, konnte indes auch Beierlorzer nicht erklären. "Das ist aber doch das Schöne am Fußball - er ist nicht berechenbar", sagte der 52-Jährige: "Ich bin jetzt eine Woche da. Ein Trainerwechsel bietet eben auch immer die Möglichkeit, den Resetknopf zu drücken. Das haben wir eingefordert."

"Mannschaft hat unheimlich viel Potenzial"

Beierlorzer schwelgte angesichts der Leistung seines Teams in Superlativen: "Zu zehnt ist die Leistung gar nicht hoch genug anzurechnen. Die Mannschaft hat ein tolles Gesicht gezeigt - uns sie hat unheimlich viel Potenzial." Gleichzeitig warnte er: "Man darf das jetzt nicht überbewerten."

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Und doch ist die Hoffnung zurück bei den Mainzern. Auch, weil sie gegen Hoffenheim das nötige Matchglück hatten und sich vor dem gegnerischen Tor eiskalt zeigten. Levin Öztunali (33.), Pierre Kunde Malong (62./90.+3) und Jean-Paul Boetius (90.) trafen für die nun auf dem 13. Platz stehenden 05er. Dazu kam ein Eigentor von Pavel Kaderabek (52.), Andrej Kramaric (83.) erzielte den Ehrentreffer für die TSG.

Rouven Schröder bremst die Euphorie

Am kommenden Spieltag empfängt Mainz Eintracht Frankfurt zum Rhein-Main-Derby (Montag, 20:30 Uhr). Die Brust dürfte dann schon deutlich breiter als in den vergangenen Wochen sein. Doch es ist ein schmaler Grat zwischen Selbstvertrauen und Überheblichkeit, mahnte Sportvorstand Rouven Schröder: "Wir sollten das Spiel in Hoffenheim sachlich sehen und nicht zu hoch hängen. Das ist nur ein Anfang. Es geht darum, das Potenzial abzurufen. Die Mannschaft muss sich daran messen lassen und es jede Woche auf dem Platz zeigen."

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Doch auch wenn es für den Kantersieg in Hoffenheim nur drei Punkte gibt, ist die Laune nach der monatelangen sportlichen Talfahrt wieder gut bei den Rheinhessen. Ganz besonders beim neuen Trainer Beierlorzer. Und der macht aus seiner positiven Gemütslage auch kein Geheimnis: "Ich freue mich auf die nächsten Tage. Die Woche wird schön."

REDAKTION
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