Aarón Martín, FSV Mainz 05  (Foto: Imago, Jan Huebner)

Fußball | Bundesliga Aarón Martín: Der U21-Europameister vom FSV Mainz 05

Nach dem EM-Triumph mit der spanischen U21-Nationalmannschaft will Aarón Martín beim FSV Mainz 05 an seine Top-Form der Vorsaison anknüpfen. Am Dienstag ist der Linksverteidiger wieder ins Training eingestiegen.

Aarón Martín ist zurück. Als frischgebackener Europameister stieß der spanische Linksverteidiger am Dienstag zu seinen Mainzer Teamkollegen ins Trainingslager im bayerischen Grassau. Zwei Wochen Erholung waren Aarón nach dem EM-Triumph mit der iberischen U21-Nationalmannschaft vergönnt. "Der Urlaub war zwar kurz, aber es ist wichtig, wieder dabei zu sein", betonte der 22-Jährige, der den Schwung des Titelgewinns nun beim FSV nutzen möchte.

Bundesliga | Transfers Die Neuzugänge des FSV Mainz 05 im Überblick

Edmilson Fernandes, Neuzugang des FSV Mainz 05 (Foto: Imago, Sportimage)
Edimilson Fernandes: Mit einer Ablöse von 7,5 Millionen Euro stieg Edimilson Fernandes zum zweitteuersten Zugang der Mainzer Vereinsgeschichte auf. Der 23-jährige Mittelfeldspieler war zuletzt vom englischen Erstligisten West Ham United an den AC Florenz ausgeliehen. Nun der Wechsel nach Mainz, wo Fernandes bis 2023 unterschrieben hat. Er ist übrigens nicht der einzige Profi-Fußballer in der Familie Fernandes: Sein Cousin Gelson steht beim Mainzer Lokalrivalen Eintracht Frankfurt unter Vertrag. Imago Sportimage Bild in Detailansicht öffnen
Aarón Martín Caricol: Gleich in seiner Premieren-Saison beim FSV schlug Aarón, der per Leihe von Espanyol Barcelona kam, voll ein - kein anderer Mainzer sammelte so viele Bundesliga-Minuten. Der Linksverteidiger, der jüngst mit der spanischen U21-Nationalmannschaft den EM-Tiel holte, zog angeblich sogar das Interesse von Atlético Madrid auf sich. Die 05er schoben den Gerüchten einen Riegel vor, zogen die Kaufoption für 6 Millionen Euro und statteten den 22-Jährigen mit einem Arbeitspapier bis 2023 aus. Imago Gribaudi/ImagePhoto Bild in Detailansicht öffnen
Ronaël Pierre-Gabriel: 5,5 Millionen Euro ließen sich die Mainzer die Dienste des französischen Rechtsverteidigers kosten. Der 21-Jährige, der von der AS Monaco zum FSV wechselt und einen Vertrag bis 2025 unterschrieb, soll mit seinem Tempospiel den Druck auf Daniel Brosinski erhöhen. In Mainz trifft er auf seine französischen Landsleute Jean-Philippe Mateta, Moussa Niakhaté und Jean-Philippe Gbamin. Imago PanoramiC Bild in Detailansicht öffnen
Jonathan Meier: Ein Transfer für die Zukunft stellt die Verpflichtung von Linksverteidiger Jonathan Meier dar. Der 19-Jährige kommt aus der Jugendabteilung des deutschen Rekordmeisters Bayern München und kostet die 05er Berichten zufolge 1,2 Millionen Euro Ablöse. Mit den Amateuren des deutschen Rekordmeisters feierte Meier jüngst den Aufstieg in die 3. Liga. In Mainz muss sich der gebürtige Münchener aber vorerst hinter U21-Europameister Aarón Martín anstellen. Imago foto2press Bild in Detailansicht öffnen
Cyrill Akono: Als weitere Alternative für das Sturmzentrum haben die Mainzer Cyrill Akono verpflichtet. Der 19-Jährige wechselt für 350.000 € von Drittligist Preussen Münster zum FSV, wo er behutsam an die Profi-Mannschaft herangeführt werden soll. Zunächst für die U23 der Mainzer eingeplant, könnte Akono nach der Verletzung von Dong-Won Ji aber auch schon früher eine Option für 05-Coach Schwarz werden. Imago Kirchner-Media Bild in Detailansicht öffnen
Omer Hanin: Mit Omer Hanin verstärkt der FSV sein Torhüter-Team. Der israelische U21-Nationalkeeper war bislang lediglich in seinem Heimatland aktiv und wechselt ablösefrei nach Mainz. Dort will sich Hanin in der U23 für höhere Aufgaben empfehlen. Imago Eibner Bild in Detailansicht öffnen
Dong-Won Ji: Mit der Empfehlung von 113 Bundesliga-Einsätzen soll Dong-Won Ji die Mainzer Sturmabteilung verstärken. Der 56-fache südkoreanische Nationalspieler, der vom FC Augsburg zu den Rheinhessen wechselt, ist in Deutschland kein Unbekannter und war bereits für den FC Augsburg, den SV Darmstadt und Borussia Dortmund aktiv. Bis die 05-Fans Ji in Aktion erleben, dürfte es allerdings noch etwas dauern: Der 28-Jährige verletzte sich im Testspiel gegen die Sportfreunde Eisbachtal am Knie und fällt drei bis fünf Monate aus. Imago DeFodi Bild in Detailansicht öffnen
Aaron Seydel: Zwei Jahre lang war Stürmer Aaron Seydel an Zweitligist Holstein Kiel ausgeliehen, wo er in seiner ersten Saison auf 27 Pflichtspieleinsätze kam und fünf Scorerpunkte sammelte. In der vergangenen Saison kam der 23-Jährige verletzungsbedingt nur noch zu sieben Einsätzen - nun also die Rückkehr zum FSV, wo das Mainzer Eigengewächs zunächst ein Reha-Programm absolviert. Imago Schreyer Bild in Detailansicht öffnen
José Rodríguez: Im Sommer 2016 wechelte das einstige Real-Madrid-Talent José Rodríguez für rund zwei Millionen Euro zum FSV Mainz 05, wo er aber nur auf zwei Bundesliga-Einsätze kam. Es folgten Leihgeschäfte mit dem FC Málaga, Maccabi Tel Aviv und zuletzt Fortuna Sittard, wo der 24-jährige Spanier zum Stammspieler avancierte. Für die Mainzer dürfte Rodríguez hingegen nicht mehr auf dem Platz stehen: Der Mittelfeldspieler trainiert aktuell individuell und sucht nach einem neuen Club. Imago Pro Shots Bild in Detailansicht öffnen
Marin Sverko: Für Linksverteidiger Marin Sverko steht beim FSV Mainz 05 der nächste Neuanfang bevor. 2017 wechselte der Deutsch-Kroate zum ersten Mal nach Mainz, wo er aber auch verletzungsbedingt nie wirklich Fuß fassen konnte. Nach einer einjährigen Leihe an seinen Ausbildungsclub Karslruher SC, wo Sverko ebenfalls von Blessuren geplagt wurde, geht es nun zurück zum FSV. Dort ist der gebürtige Pforzheimer aber zunächst für die U23 eingeplant. Imago Carmele/tmc-fotografie.de Bild in Detailansicht öffnen

"Ich habe viel gelernt"

Auch wenn Aarón bei der U21-EM nur zweimal in der Startelf der Spanier stand, sammelte er wertvolle Erfahrungen: "Für mich war es einfach wichtig, dabei gewesen zu sein. Ich habe viel gelernt", so der Linksverteidiger, der auch ein Kandidat für die Olympischen Spiele in Tokio kommendes Jahr ist. Anspruch auf einen Kaderplatz in der A-Nationalmannschaft der Furia Roja, deren linke Abwehrseite mit Jordi Alba und José Gayà prominent besetzt ist, will Aarón aber nicht erheben: "Das muss Schritt für Schritt gehen."

Zweitteuerster Transfer der Vereinsgeschichte

Ein Schritt, der sich für Aarón als goldrichtig herausstellte, war sein Wechsel zum FSV. Gleich in seiner Premierensaison im deutschen Fußball-Oberhaus eroberte der Spanier einen Stammplatz im Mainzer Abwehrverbund. Von allen 05-Spielern sammelte Aarón die meisten Bundesliga-Minuten, spulte zudem die meisten Kilometer ab. Nachdem der 22-Jährige zunächst vom spanischen Erstligisten Espanyol Barcelona an Mainz ausgeliehen war, verpflichteten ihn die Rheinhessen nach seinem zehnten Pflichtspieleinsatz fest für sechs Millionen Euro. Zusammen mit den drei Millionen Euro Leihgebühr ist Aarón damit der zweitteuerste 05-Zugang der Vereinshistorie. Ein Deal, der sich für die Rheinhessen bislang als echter Transfer-Coup herausstellte.

Aarón bei Atlético und Sevilla im Gespräch

Kein Wunder also, dass der Mainzer auch bei anderen Vereinen Begehrlichkeiten weckte - spanischen Medienberichten zufolge vor allem in seinem Heimatland. So sollen sich Atlético Madrid und der FC Sevilla um den U21-Europameister bemüht haben. Spekuliert wird über eine festgeschriebene Ausstiegsklausel in Höhe von 40 Millionen Euro, die aber angeblich selbst den spanischen Top-Clubs zu hoch gewesen sei. Aktuell stehen die Chancen also gut, dass Aarón den Mainzern über den Sommer hinaus erhalten bleibt. Mit FC-Bayern-Talent Jonathan Meier haben die 05er einen Back-Up-Spieler geholt, der den Konkurrenzkampf um die Linksverteidiger-Position zusätzlich ankurbeln könnte.

Quelle: dpa/bmi

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