05-Trainer Sandro Schwarz mit den Mainzer Neuzugängen  (Foto: Imago, Imago)

Fußball | Bundesliga Mainz 05: Der "Bessermachverein"

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Der FSV Mainz 05 gilt als Sprungbrett für Trainer, aber auch für Spieler. Das Paket aus schrittweiser, ambitionierter Entwicklung und familiärer Atmosphäre macht den Klub für junge, talentierte Profis so reizvoll.

Spricht man mit einigen Neuzugängen, wird ein Punkt schnell klar: Alle bestätigen, dass sie bei den Rheinhessen den nächsten Schritt machen wollen. Weiterentwickeln nach "Mainzer Art". Denn die 05er haben einen Ruf als "Bessermachverein".  

Ein optimales Sprungbrett für junge Profis

Dieser Ruf ist auch ein Lockruf - wie zum Beispiel für Ronaël Pierre-Gabriel. Der 21-jährige Franzosen vom AS Monaco musste vor seinem Wechsel nicht lange nachdenken. Denn das Angebot aus Mainz passte perfekt. Aufgrund der Philosophie und aufgrund der Spielweise. In seiner Heimat hat sich rumgesprochen, dass Mainz ein optimales Sprungbrett für junge Profis ist.

"Die Bundesliga ist eine tolle Liga und in Mainz schenken sie jungen Spielern immer Vertrauen und dementsprechend habe ich gar nicht gezögert", so Pierre-Gabriel. Und da waren die Empfehlungen eines französischen Vorgängers nur noch Nebensache: "Ich hatte Kontakt mit Abdou Dialllo (wechselte im Sommer 2018 nach einem Jahr bei Mainz 05 zu Borussia Dortmund), mit dem war ich in der U21 zusammen. Er hat mir viele gute Dinge über den Verein erzählt. Auch mit einigen anderen Spielern in der Bundesliga habe ich über Mainz gesprochen. Die haben mir nicht abgeraten, ganz im Gegenteil."

Mainzer Entwicklungsmöglichkeiten als Lockmittel

Auch Ciryll Akono, von Preußen Münster aus der 3.Liga gekommen, schätzt die Entwicklungsmöglichkeiten am Bruchweg. Zwar soll sich das Sturmtalent erstmal über die U23 der 05er für die Bundesliga-Mannschaft empfehlen. Aber der 19-Jährige entschied sich, trotz Angeboten aus Hoffenheim und Bremen für den "Mainzer Weg".

"Ich habe hier am meisten Vertrauen gespürt und habe mir auch angeguckt, wie Mainz es in der Vergangenheit mit jungen Spielern gemacht hat.  Da hat der Verein anderen Klubs einiges voraus, macht das schlau und geht sehr menschlich mit den Spielern um. Nach dem Gespräch mit Rouven Schröder war schnell klar, dass ich hierherkomme", so Akono.

Diese Erfahrung machte auch Dong-Won Ji. Der Südkoreaner, mit 28 Jahren einer der erfahreneren 05-Transfers, ließ sich von Sportvorstand Rouven Schröder und Trainer Sandro Schwarz vom "Mainzer Weg" begeistern. "Hier kann ich den nächsten Schritt machen.Deshalb habe ich mich für Mainz entscheiden."

Mainzer Werte wissen auch die "Alten" zu schätzen

Mit dabei bleibt auch in der kommenden Saison ein Mainzer Routinier. Stefan Bell, seit Jahren Führungsfigur bei den Rheinhessen, will nach schwacher Rückrunde zurück von der Ersatzbank in die Stammelf. Die verinnerlichten Strukturen und Werte des Klubs lassen Bell nicht über einen Vereinswechsel nachdenken.

"Ich identifiziere mich zu 100 Prozent mit dem Verein und auch mit dem Weg den wir seit Jahren gehen. Die ganze Vereinsgeschichte ist so wie meine persönliche Geschichte und deshalb passt das so extrem gut zusammen. Beide haben die gleichen Werte, auch was den Umgang im Alltag angeht, dass passt perfekt zu mir", sagt Bell.

In Mainz hat man einiges vor. Mit neuen und alten Gesichtern. Denn bei Mainz 05 soll jeder den nächsten Schritt machen können.

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