Stürmer Jean-Philippe Mateta wird dem FSV Mainz 05 monatelang fehlen (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Frank Hoermann/SVEN SIMON;)

Fußball | DFB-Pokal Mainz 05 geht mit neuem Stürmer ins RP-Derby beim FCK

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Nach der Verletzung von Jean Philippe Mateta hat der FSV Mainz 05 reagiert und Taiwo Awoniyi vom FC Liverpool ausgeliehen.

Nach den Ausfällen von Jean-Philippe Mateta (Meniskusoperation) und Neuzugang Dong-Won Ji (fällt mit einer Knorpelverletzung im Knie wahrscheinlich für die komplette Hinrunde aus) sind auch Robin Quaison (muskuläre Probleme) und Jonathan Burkardt (Grippe) angeschlagen. Ob sie bis zum DFB-Pokalspiel Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern fit werden ist noch offen. Damit bliebe Mainz-05-Trainer Sandro Schwarz mit Karim Onisiwo nur noch ein etatmäßiger Stürmer für das Erstrundenspiel (Samstag 15:30 Uhr) auf dem Betzenberg.

Der neue Mann spielte zuletzt in Belgien

Deshalb hat Mainz 05 reagiert: Bereits im Pressegespräch am Dienstagmittag wurde klar, dass 05-Sportvorstand Rouven Schröder mit einem Kandidaten für die Offensiv-Abteilung so gut wie handelseinig war. Jetzt teilte der Verein mit, dass mit dem FC Liverpool eine Einigung erzielt wurde über eine Leihe von Taiwo Awoniy.

Taiwo Awoniyi soll das Sturm-Problem von Mainz 05 lösen (Foto: Imago, imago images / Belga)
Taiwo Awoniyi soll das Sturm-Problem von Mainz 05 lösen Imago imago images / Belga

Am Donnerstag hat Mainz 05 bestätigt, dass der 21-jährige nigerianische Angreifer für ein Jahr an den Bruchweg kommt. Der 1,83 m große Mittelstürmer, der seit 2015 bei den "Reds" unter Vetrag steht und seither Spielpraxis in Deutschland, Holland und Belgien sammeln konnte, hat in der abgelaufenen Saison in 38 Pflichtspielen für die belgischen Pro-League-Vereine KAA Gent und Excelsior Mouscron 14 Tore (3 Assists) erzielt.

Keine Kompensation für Mateta

Besonderes Augenmerk lag darauf, dass der neue Mann dem Team direkt weiterhelfen kann, keine oder nur kaum Anlaufzeit benötigt und torgefährlich ist. Matetas Ausfall kann und soll nicht eins zu eins kompensiert werden.

Dauer

Jean-Philippe Mateta kam vor der vergangenen Saison von Olympique Lyon an den Bruchweg. In seiner ersten Spielzeit bei den Mainzern erzielte der französische U21-Nationalspieler in 34 Spielen 14 Tore für die Rheinhessen. Mateta ist beidfüßig, kopfballstark und der mit Abstand der torgefährlichste 05er. Laut Schwarz kann er aus dem Kader heraus auf diesem Niveau nicht ebenbürtig ersetzt werden.

Fußball | DFB-Pokal Pokal-Sensationen im Südwesten

Der SSV Ulm geinnt gegen die Eintracht Frankfurt (Foto: Imago, Imago)
Die DFB-Pokal-Historie ist voller Sensationsstorys. Aktuellstes Beispiel: In der ersten Runde des DFB-Pokals gelingt dem SSV Ulm die jüngste Sensation im Südwesten. Der Regionalligist wirft den Bundesligisten und Vorjahressieger Eintracht Frankfurt in der ersten Runde mit 2:1 raus. Imago Imago Bild in Detailansicht öffnen
26. Oktober 1974: Im Herbst kommt Bundesliga-Tabellenführer Hamburger SV zur zweiten Pokalrunde ins badische Eppingen. Vor der Rekordkulisse von 15.000 Zuschauern wird Gerd Störzer mit seinen zwei Treffern zum umjubelten Helden. Nach 90 Minuten gewinnt der Drittligist gegen den haushohen Favoriten mit 2:1. Nach dem Spiel küsst ein Fan die Handschuhe von Eppingens Torwart Volker Gebhard. Imago Imago Bild in Detailansicht öffnen
2. Dezember 1978: Im Winter reist der 1. FC Kaiserslautern in das nahegelegene Ludwigshafen, um dort mit 1:2 gegen den damaligen Drittligisten zu verlieren. Imago Imago Bild in Detailansicht öffnen
1. September 1984: Zehn Jahre später scheitert der Hamburger SV mit Felix Magath erneut in Baden-Württemberg. Dieses Mal gegen den Oberligisten SC Geislingen. Geislingen ist übrigens die Geburtsstadt des früheren HSV-Trainers Markus Gisdol (2016-2018) . Der saß damals als 14-Jähriger im Stadion und war Augenzeuge des 2:0-Außenseiter-Sieges. Imago Imago Bild in Detailansicht öffnen
4. August 1990: Bayern-Besieger FV Weinheim. Die Badener schlagen den deutschen Rekordmeister mit 1:0. Den Siegtreffer erzielte Thomas Schwechheimer per Elfmeter. Im Spiel flog Bayerns Thomas Strunz vom Platz wegen einer roten Karte. Imago Imago Bild in Detailansicht öffnen
27. August 1995: Was für ein Pokal-Krimi! Regionalligist SV Sandhausen besiegt den "großen" VfB Stuttgart in einem legendären Elfmeterschießen. Das "magische Dreieck" des VfB Stuttgart mit Giovanne Élber, Fredi Bobic und Krassimir Balakow geht zwei Mal in Führung, aber Sandhausen kommt immer zurück. Am Ende gewinnt Sandhausen mit 15:14 nach Elfmeterschießen. Hendrik Herzog setzt den entscheidenden Elfer an den Pfosten. Imago Imago Bild in Detailansicht öffnen
23. September 1997: So sehen Sensations-Sieger aus! Eintracht Trier, damals Regionalligist, räumte in der zweiten Runde des DFB-Pokals 1997/1998 den frisch gebackenen UEFA-Cup-Sieger Schalke 04 aus dem Weg. Im heimischen Moselstadion besiegten die Trierer das Team von Huub Stevens mit 1:0 - das Tor des Tages erzielte Rudi Thömmes in der 76. Minute. In der folgenden Runde besiegte die SV Eintracht auch noch den Champions-League-Sieger Borussia Dortmund, erst im Halbfinale endete die grandiose Pokal-Saison des Regionalligisten. Imago Imago Bild in Detailansicht öffnen
26. August 2000: Nur knapp 1.700 Zuschauer sind im Gottlieb-Daimler-Stadion Augenzeugen, wie die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart für eine riesige Überraschung sorgt. Mit 6:1 wird Erstligist Eintracht Frankfurt abserviert. Damals noch unbekannte VfB-Spieler wie Andreas Hinkel, Aleksandr Hleb oder Ioannis Amanatidis spielen sich ins Rampenlicht. Imago Imago Bild in Detailansicht öffnen
26. August 2001: Es ist kein gutes Jahr für den SSV Ulm. Im Sommer zunächst der Abstieg aus der zweiten Liga. Aufgrund von Insolvenz und Lizenzentzug finden sich die Ulmer plötzlich in der fünften Liga wieder. Da sorgt das DFB-Pokal-Spiel gegen den Bundesligisten 1. FC Nürnberg für eine willkommene Abwechslung mit Happy-End: 2:1-Sieg für den SSV Ulm. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
29. Oktober 2003: Der damalige Drittliga-Verein, TSG Hoffenheim, bezwingt zunächst die Zweitligamannschaft Karlsruher SC (4:0) und anschließend im Achtelfinale Erstligist Bayer Leverkusen (3:2). Damit gelingt den Hoffenheimern eine Doppel-Pokal-Sensation. Später unterliegt die TSG dem VfB Lübeck im Viertefinale (0:1). Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
9. September 2006: Werder Bremen kam mit Stars wie Diego, Miroslav Klose, Naldo und Mohamed Zidan in den Sportpark Husterhöhe in Pirmasens. Doch nicht die favorisierten Bremer gingen am Ende als Sieger vom Platz, sondern der FK Pirmasens. Der Regionalligist lieferte dem Bundesligisten einen leidenschaftlichen Kampf und setzte sich am Ende sensationell mit 4:2 nach dem Elfmeterschießen durch. Imago Imago Bild in Detailansicht öffnen
2. August 2009: Der Regionalligist schlägt mit Eintracht Trier erneut zu und präsentiert die nächste Pokal-Sensation im Südwesten. Der Erstligist Hannover 96 wird durch die Eintracht Trier mit 3:1 aus dem DFB-Pokal gekickt. Später bezwingt der Regionalligist außerdem Arminia Bielefeld, das damalige Zweitligateam (4:2). Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
21. August 2016: Den Kickern von Astoria Walldorf, die sich als einziger Regionalligist für das Achtelfinale qualifizieren konnten, gelingt eine Doppelsensation im DFB-Pokal. Nach dem Überraschungssieg gegen Zweitligist VfL Bochum (4:3), bezwingen die Walldorfer den Bundesligisten SV Darmstadt 09 mit 1:0. Imago Imago Bild in Detailansicht öffnen
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