Jeremiah St. Juste - Neuzugang des FSV Mainz 05 (Foto: Imago, Pro Shots)

Fußball | Bundesliga Neuzugang Jeremiah St. Juste fühlt sich bereit für Mainz 05

Mit Jeremiah St. Juste hat der FSV Mainz 05 einen neuen Innenverteidiger gefunden. Der 22-Jährige von Feyenoord Rotterdam könnte schon am Samstag sein Startelf-Debüt geben.

Als sich Jeremiah "Jerry" St. Juste vergangene Saison auf Einladung seines Kumpels Jean-Paul Boëtius das Bundesliga-Duell zwischen dem FSV Mainz 05 und RB Leipzig im Stadion anschaute, wusste er wohl noch nicht, dass er drei Monate später selbst ein 05er sein würde. Etwa neun Millionen Euro ließen sich die Mainzer die Dienste des niederländischen U21-Nationalspielers Medienberichten zufolge kosten. Durch Boni könnte die Ablöse sogar auf zwölf Millionen Euro anwachsen, was St. Juste, der von Feyernoord Rotterdam kommt, zum Mainzer Rekord-Einkauf machen würde.

Dauer

St. Juste will bei 05 zur Führungspersönlichkeit reifen

"Ich wusste direkt, dass ich mit Mainz in der Bundesliga spielen möchte, als das Interesse kam", erzählte der 22-Jährige, der auch das Interesse ost-europäischer Clubs auf sich zog. Dort hätte er wohlmöglich mehr Geld verdienen können als in Mainz. Doch das ist für den gebürtigen Groninger zweitrangig: "Ich muss das große Ganze sehen - für meine Zukunft, meine Karriere und besonders meine Entwicklung." St. Juste, der auch Rechtsverteidiger spielen kann, sich aber in der Innenverteidigung am wohlsten fühlt, will in Mainz zu einer Führungspersönlichkeit reifen: "Ich bin sehr offen und möchte meinen Mitspielern helfen, das liegt in meiner Natur. Das habe ich bei Feyernoord so gemacht, und das möchte ich auch hier machen."

Familie und Boëtius helfen bei Eingewöhnung

Besonders seine Familie hält St. Juste dabei den Rücken frei. Seine älteren Brüder Yoshua und Benjamin kümmern sich um das Management, Schwester Naomi, die als Schauspielerin und Moderatorin in den Niederlanden arbeitet, hilft bei Social Media-Angelegenheiten. Auch Jean-Paul Boëtius, mit dem St. Juste bereits bei Feyernoord Rotterdam zusammenspielte, hilft bei der Eingewöhnung und Wohnungssuche - und leistete im Vorfeld Überzeugungsarbeit: "Ich habe mich vorher mit Jean-Paul ausgetauscht, das hat mir meine Entscheidung sehr vereinfacht. Er hat mir erzählt, dass Mainz ein sehr herzlicher Verein ist, gut für junge Spieler, um sich zu entwickeln", so St. Juste über seinen alten und neuen Mitspieler: "Wir sind gute Freunde, unsere Freundinnen kennen sich auch sehr gut, und wir waren schon einige Male zusammen im Urlaub."

Bereits bei Feyernoord Rotterdam spielten 05-Neuzugang Jeremiah St. Juste (2.v.l) und Jean-Paul Boëtius (rechts) zusammen. (Foto: Imago, VI Images)
Bereits bei Feyernoord Rotterdam spielten 05-Neuzugang Jeremiah St. Juste (2.von links) und Jean-Paul Boëtius (rechts) zusammen. Imago VI Images

Im letzten Urlaub in Dubai traf St. Juste, der mehr als 100 Erstliga-Partien in der niederländischen Eredivisie bestritten hat, übrigens auch auf sein großes Vorbild David Luiz: "Was für eine Persönlichkeit, so ein netter Kerl, der bescheiden geblieben ist und nicht abhebt", schwärmte der 22-Jährige über den brasilianischen Verteidiger, der kürzlich zum FC Arsenal wechselte.

Bereits gegen Freiburg in der Startelf?

Seinen Einstand bei den 05ern feierte St. Juste beim Pokal-Aus in Kaiserslautern, als er für den am Sprunggelenk verletzten Stefan Ball eingewechselt wurde. Da Bell wohl für drei Monate ausfällt, könnte St. Juste bereits zum Bundesliga-Auftakt am Samstag beim SC Freiburg in die Startelf rücken. "Leider hat er sich schwerer verletzt, das tut mir sehr leid für ihn", sagte St. Juste, der aber betont: "Ich bin definitiv bereit." Das sieht auch Mainz-05-Trainer Sandro Schwarz so: "Er ist im Vollbesitz seiner Kräfte, hat ja in Rotterdam die komplette Vorbereitung mitgemacht und auch am Samstag einen guten Eindruck hinterlassen. Klar ist er Kandidat für Freiburg auch in der Startelf zu stehen. Wir haben schon das Gefühl, dass er sehr weit ist."

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