Torschützen Robin Quaison feiert seinen Siegtreffer für Mainz 05 gegen Hertha BSC mit Vorlagengeber Kunde Malong und Danny Latza (Foto: Imago, © heinen/rscp)

Fußball | Bundesliga Mainz feiert den ersten Saison-Sieg

Mainz 05 kann doch noch gewinnen. Gegen Hertha BSC feierte das Team von Trainer Sandro Schwarz den ersten Saison-Sieg. Ist es auch der erste Schritt aus der Krise?

Sandro Schwarz fuhr sich durchs Haar und prustete vor Erleichtung, als Neuzugang Jeremiah St. Juste das erlösende 2:1 machte (88.) und Mainz 05 zum ersten Saison-Sieg schoss. "Endlich!", wird er sich gedacht haben. Denn das 2:1 gegen Hertha BSC war das Ende einer langen Durststrecke und der Absprung vom Tabellenende.

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Dabei sah es kurzfristig so aus, als würden die Mainzer erneut eine Führung verspielen, als Marko Grujic mit seinem wuchtigen Kopfball (83.) das Tor von Robin Quaison (40.) ausglich. Für Mainz 05 ist der Erfolg ein Befreiungsschlag in der seit Wochen anhaltenden Ergebnis-Krise der Rheinhessen, die mit nun drei Punkten auf den Relegationsplatz vorrücken. Dafür stürzt Gegner Hertha BSC nach der Niederlage ans Tabellenende.

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Mainz zu Beginn überlegen aber ohne Chancen

Die 22.798 Zuschauer in der Mainzer Arena warteten zu Beginn vergeblich auf gefährliche Strafraumszenen. Beide Teams scheuten erst einmal das Risiko. Immerhin erarbeiteten sich die Mainzer, bei denen Torhüter Florian Müller (Handgelenks-Blessur) sowie die Langzeitverletzten Stefan Bell, Dong-Won Ji und Jean-Philippe Mateta fehlten, eine Feldüberlegenheit.

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Die Mannschaft von Trainer Sandro Schwarz ("Wir dürfen uns nicht in ein Tief reinquatschen - das wäre das Schlimmste überhaupt") verlagerte das Geschehen weitgehend in die Berliner Hälfte, FSV-Ersatzkeeper Robin Zentner war kaum beschäftigt. Das änderte sich in der 16. Minute, als Hertha-Stürmer Davie Selke frei vor Zentner auftauchte. Der Angreifer traf den Außenpfosten. Kurz darauf hatte auf der Gegenseite der Mainzer Kapitän Danny Latza die Führung auf dem Fuß (18.). Die Aufgaben waren in dieser Phase klar verteilt. Mainz bestimmte das Spiel, Berlin lauerte auf Konter.

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Quaison mit der Mainzer Führung

Die Taktik der Gäste wäre in der 21. Minute nach einem Patzer des Mainzer Innenverteidigers Moussa Niakhate fast aufgegangen. Selke und sein Sturmkollege Dodi Lukebakio nahmen das Geschenk zum großen Ärger von Trainer Ante Covic aber nicht an. Danach agierten die Berliner zu passiv. FSV-Außenverteidiger Daniel Brosinski konnte das mit seinem Distanzschuss noch nicht bestrafen (26.), Quaison hatte bei seinem Abstauber nach guter Vorarbeit von Kunde Malong keine Probleme damit. Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte hätte die Hertha eigentlich den Ausgleich erzielen müssen, doch Marko Grujic brachte den Ball nicht an Zentner vorbei (47.). Nur vier Minuten später vergaben die Gäste eine Doppelchance durch Ondrej Duda und Lukebakio.

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Auch im Anschluss blieben die Berliner am Drücker, ein Treffer schien nur eine Frage der Zeit. Duda scheiterte in der 60. Minute per Freistoß an Zentner. Dann übernahm Mainz zunächst vermehrt die Kontrolle, doch in der Schlussphase ging es hin und her. Nach dem Ausgleich per Grujics Kopfball bäumten sich die Mainzer noch einmal auf - mit Erfolg.

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