Achim Beierlorzer hat sein erstes Spiel als Trainer von Mainz 05 in Hoffenheim gewonnen  (Foto: Imago, Imago)

Fußball | Bundesliga Mainz-05-Trainer Beierlorzer: "Es ist die freie Berufswahl"

Mainz-05-Trainer Achim Beierlorzer hat mit seiner Mannschaft in der Bundesliga gegen Hoffenheim erst 1:2 verloren und dann 5:1 gewonnen - innerhalb weniger Tage. Dass dies überhaupt möglich ist, daran übt der Bund Deutscher Fußballlehrer Kritik.

Nach der 1:2 Niederlage gegen die TSG Hoffenheim wurde Achim Beierlorzer als Trainer in Köln entlassen. Schon am nächsten Spieltag feierte der 52-Jährige einen 5:1-Traum-Einstand beim FSV Mainz 05 - wieder gegen die TSG Hoffenheim. Weil er die Hoffenheimer Taktik durchschaut hatte, weil er die Fehler, die er mit Mannschaft eins (1. FC Köln) gemacht hatte, mit Mannschaft zwei (Mainz 05) vermied?

Lutz Hangartner, Präsident beim Bund Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL), kritisierte den fliegenden Wechsel rheinaufwärts von Köln nach Mainz. So ein "Bäumchen-wechsel-dich-Spielchen" halte er nicht für gut, sagte Hangartner der "Sportbild". Denkbar wäre, dass Trainer erst in der Winterpause einen neuen "ligagleichen" Verein übernehmen könnte. Eine Lösung, die auch Schwächen hat. Eine temporäre Trainer-Sperre könnte einen "Fall Beierlorzer" verhindern.

Und was sagt Beierlorzer selbst?

Achim Beierlorzer selbst reagiert im Interview SWR Sport überrascht aber auch verständnisvoll: "Das würde mich jetzt sehr wundern, wenn das der Bund Deutscher Fußballlehrer gesagt hätte. Ich habe keinerlei Kritik vernommen. Prinzipiell ist es natürlich so, dass man das generell gar nicht ausschließen kann. Also, es war auch kein Plan von mir, sofort wieder auf die nächste Stelle zu rücken. Aber es ist halt einfach so." Beierlorzer betont, dass die entstandene Situation sowohl Mainz, als auch Köln nicht wollte: "Und trotzdem ist es die freie Berufswahl. Ich denke, man muss jedem selber zugestehen, die richtige Entscheidung für sein Leben zu treffen."

Dauer

Von Wettbewerbsverzerrung will Achim Beierlorzer nicht sprechen: "Da sehe ich überhaupt keine Notwendigkeit. Man sieht selten, dass das überhaupt so in der Art wie jetzt passiert ist. Und ich habe es auch als kurios bezeichnet, weil es für mich auch selber kurios war."

DFL und DFB haben bereits reagiert und darauf hingewiesen, dass man sich bereits vor längerer Zeit mit dem Thema beschäftigt habe. Gegen den Hangartner-Vorschlag sprächen auch arbeitsrechtliche Gründe.

REDAKTION
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