Jannik Huth, Florian Müller, Robin Zentner (v.l.) (Foto: Imago, Martin Hoffmann)

Bundesliga | FSV Mainz 05 Der Kampf um den Mainzer Kasten

Unter der Sonne Marbellas bereitet sich der FSV Mainz 05 auf die Rückrunde vor. Im Trainingslager zeichnet sich schon jetzt ein harter Konkurrenzkampf im Tor ab.

Stammkeeper Florian Müller ist nach überstandener Sprunggelenksverletzung bereit. Sein Vertreter in den letzten Wochen, Robin Zentner, will aber nach guten Leistungen die Nummer eins bleiben. Das Duell ist eröffnet.

"Wenn wir eines nicht haben, dann ist es ein Torwartproblem"

Die klare Aussage von Sportvorstand Rouven Schröder, nach dem glücklichen 1:0-Sieg gegen Düsseldorf, beschreibt die Luxus-Situation bei Mainz 05. Die Rheinhessen sind auf der Torhüterposition sehr stark besetzt. Obwohl Trainer Sandro Schwarz sogar die vier Torhüter im Trainingslager von Marbella hervorhebt ist klar, dass es sich im Kampf um die Nummer eins um einen Zweikampf handelt: Zwischen Florian Müller und Robin Zentner.

Beide haben den Anspruch die 1 zu sein

Müller startete als Nummer eins in die Saison. Bis auf das Spiel gegen Gladbach zeigte der 21-Jährige starke Leistungen, ehe ihn eine Sprunggelenksverletzung stoppte. Zentner vertrat ihn und zeigte ebenfalls, dass sie in Mainz auf ihn zählen können. Der wiedergenese Müller hat das natürlich registriert: "Ich bin wieder fit und fühle mich gut. Ich werde dem Trainer zeigen was ich kann und auch bislang in den Spielen schon gezeigt habe", gibt sich der gebürtige Saarländer äußerlich entspannt. Er gilt auch als das größere Talent von beiden.

Sein Konkurrent zeigte durch Ausstrahlung und seinem starken Spiel auf der Linie, dass ebenfalls auf ihn Verlass ist. Zentner war beim Auswärtserfolg in Düsseldorf der Sieggarant.  Das gibt Selbstvertrauen beim 1,95-Meter-Hünen, der sich aber treu bleibt und einfach ruhig weiterarbeitet. Trotz des Torwart-Duells um den Stammplatz im Mainzer Tor: "Bei mir hat sich nichts verändert. Weder im Training noch in der Vorbereitung. Ich weiß was ich kann und hab das auch gezeigt."

Trotz Zweikampf – ein Miteinander

Beide kennen sich aus dem Nachwuchsleistungszentrum und trainieren nun schon seit eineinhalb Jahren zusammen. Trotzdem gehen beide fair und respektvoll miteinander um. "In dieser Zeit hat sich am Verhältnis nichts geändert", sagt Zentner. Und auch Müller bestätigt, dass die Konkurrenzsituation "nicht unser Verhältnis verändert".

Torwarttrainer Stefan Kuhnert kennt beide seit einigen Jahren. "Flo strahlt eine unglaubliche Ruhe aus. Könnte aber im Training eine Schippe drauflegen. Das hat ihm Robin voraus. Der ist ein absoluter Wettkampftyp."

Entscheidung steht an

Wer von beiden zum Rückrundenauftakt das Mainzer Tor hüten wird, ist laut Trainer Schwarz noch nicht entschieden. "Es ist noch etwas Zeit für unsere Entscheidung. Wir sammeln die Eindrücke aus dem Training und den Testspielen und entscheiden zusammen mit Stefan Kuhnert dann am Freitag (18.01., die Redaktion), wer gegen Stuttgart im Tor steht“, gibt sich der 40-jährige entspannt.

Bis dahin heißt es für das 05er Torwart-Duo: Volldampf im Zweikampf.

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