Mainz verliert 1:5 gegen Leverkusen (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Fotostand / Racocha)

Bundesliga | FSV Mainz 05 Mainz-05-Trainer Schwarz schärft die Sinne

Mainz 05 will nach der deftigen 1:5 Niederlage gegen Bayer Leverkusen nicht einfach zum Alltag übergehen. Vor allem der 05er Trainer Schwarz gibt sich selbstkritisch.

Schon direkt nach der Partie hat Sandro Schwarz zugegeben, dass sein offensiver Plan nicht aufging: "Grundsätzlich wollen wir bei Mainz 05 die Dinge aktiv gestalten und nicht nur hinten drinstehen", erklärte er bei der wöchentlichen Presserunde.

Gegen Leverkusen hat der 40-Jährige seinem jungen Team einen mutigen Spielstil verordnet mit einer Dreierkette hinten und sehr hochstehenden Außenverteidigern. Dieser Ansatz ist mit Risiken behaftet, erläuterte der Trainer, denn wer so offensiv verteidigt, braucht die Belohnung: sprich Tore. Gegentreffer frustrieren da natürlich.

Sandro Schwarz (Foto: SWR)
Mainzer Trainer Sandro Schwarz gibt zu, dass er seine Spieler überfordert hat (Archiv).

Mainz 05 war mit der Offensiv-Ausrichtung überfordert

So geschehen gegen Leverkusen. Da wurden die Mainzer mit Hochgeschwindigkeitsfußball überrollt. Schwarz gibt zu, dass er gemessen am Entwicklungszustand seiner Mannschaft zu weit gedacht habe. Übersetzt heißt das: Sein Team war mit der taktischen Ausrichtung überfordert.

Sandro Schwarz ist da offen und selbstkritisch. Er redet bei seinen Spielern nicht drumherum und er will das seine Co-Trainer ihm nicht nach dem Mund reden. "Ich will hören, was war", sagt Schwarz. Hierarchie solle da nicht im Wege stehen, denn nur so sei die Analyse konstruktiv. So schnell wird Mainz den Gegner wohl nicht mehr so hoch anlaufen, wie am Freitag gegen Leverkusen geschehen.

Abwehr stärken, Ballverluste verringern

Deshalb steht die ganze Woche im Zeichen konzentrierten Abwehrverhaltens - ganz nach dem Trainermotto: "Jedes Spiel hat immer Konsequenzen für das nächste". Acht Gegentore in den vergangenen zwei Partien stehen für sich. Schwarz will im Training die "Sinne schärfen" für eine Verteidigung im Kollektiv. Stellungsspiel, Zweikampfstärke und Handlungsgeschwindigkeit sollen besser werden. Und vor allem müssen die vielen Ballverluste verringert werden. Vier von den letzten acht Gegentoren passierten nach individuellen Fehlern.

Wer verliert, muss Frühstück machen

"Es geht ums Gewinnen", betonte Schwarz. Und dafür brauche man konsequentes Zweikampfverhalten. So wurde das Dienstagstraining zum Turnier. Mehrere Viererteams kämpften in verschiedenen kleinen Spielformen um Punkte. Bei "Zwei gegen Zwei" oder "Vier gegen Vier" werden Fehler schnell mit Toren bestraft. Es stand einiges auf dem Spiel: Die Verlierer müssen den Frühstücksdienst übernehmen. Heißt, vor jedem Vormittagstraining Brötchen, Müsli, Obst und mehr für die Kabine einkaufen. Gewinnen lohnt sich also. Am besten auch am Samstag gegen Wolfsburg.

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