Mainz 05: Trainer und Spieler feiern mit den Fans den Klassenerhalt  (Foto: Imago, Imago)

Fußball | Bundesliga Mainz 05: Zur Belohnung gibt’s an Ostern frei

Mainz 05 hat mit dem 3:1 gegen Düsseldorf den vorzeitigen Klassenerhalt gepackt. Sandro Schwarz zog grinsend das rote Nichtabstiegs-T-Shirt über, kletterte in den Q-Block zu den Ultras und stimmte die obligatorische "Humba" an.

Am Ostersonntag war kein Spieler, kein Verantwortlicher am Trainingzentrum am alten Bruchwegstadion zu finden. Die komplette Mannschaft bekam zur Belohnung ein freies Osterwochenende. "Das haben wir uns verdient, ich bin stolz darauf. Das ist außergewöhnlich. Es fühlt sich gut an mit einem Heimsieg, so den Klassenerhalt zu schaffen", sagte Trainer Sandro Schwarz nach dem 3:1 gegen Fortuna Düsseldorf. Vier Spieltage vor dem Saisonende können die Rheinhessen nicht mehr auf die Abstiegsplätze oder in die Relegation der Fußball-Bundesliga abrutschen - drei Partien eher als in der vergangenen, deutlich schwächeren Saison.

"Gerade in Phasen, wo wir nicht so gut sind. Der gesamte Verein behält auch in schwierigen Momenten die Ruhe".

Sandro Schwarz nach dem Klassenerhalt nach dem 3:1 gegen Fortuna Düsseldorf

Der frühzeitige Klassenerhalt sei für den vergleichsweise kleinen Klub "etwas Besonderes", vor allem zu diesem Zeitpunkt. "Man hat gesehen, wie eng die Spiele in der Bundesliga sind", sagte Sportvorstand Rouven Schröder. Platz 11 ist es aktuell für die Mainzer. Die Saison aber einfach so austrudeln lassen, das will keiner. "Wir wollen noch Zehnter werden", sagte der Coach, der zusammen mit Schröder zudem vor der schwierigen Aufgabe steht, das junge und talentierte Team auch für die kommende Saison zusammenzuhalten.

Dauer

Gespür für französische Talente

Sportvorstand Rouven Schröder hatte auf dem Transfermarkt ein goldenes Händchen. Er entdeckte und verpflichtete in Frankreich Spieler wie Jean-Philippe Gbamin, Jean-Philippe Mateta, Moussa Niakhaté oder den bereits für über 30 Millionen Euro nach nur einem Jahr nach Dortmund weitertransferierten Abdou Diallo. Jean-Philippe Gbamin, so wird spekuliert, wird aller Voraussicht nach Ende der laufenden Saison Mainz 05 verlassen. Das Wunschziel des Ivorers mit französischem Pass ist die Premier League. Stürmer Jean- Philippe Mateta wird auch von Woche zu Woche interesanter für andere Vereine. Seine Art Tore zu schießen - 12 sind es bisher allein in dieser Saison für Mainz 05 - macht ihn extrem wichtig für die Rheinhessen. Mateta hat noch einen Vertrag bis 2022 in Mainz. Wenn er so weiter macht, wird er diesen wohl kaum erfüllen, sondern vorzeitig den Club für eine hohe Ablösesumme verlassen.

Was wird aus Aaron Martin?

Der 21-jährige Spanier Aaron Martin spielt auf der linken Abwehrseite ein blitzsaubere Saison. Nach SWR Informationen soll er eine Ausstiegs-Klausel in seinem Vertrag haben. Aaron kam vor der Saison für zunächst drei Millionen Euro Leihgebühr von Espanyol Barcelona, wurde im Dezember dann für weitere sechs Millionen Euro fest verpflichtet. Aaron Martin ist so der aktuell teuerste Spieler der Mainzer Vereinsgeschichte. Sein Weiterverkauf könnte einen hohen zweistelligen Betrag einbringen. Atletico Madrid soll Interesse haben.

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