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Bundesliga | FSV Mainz 05 Mainz 05 und die verhexte zweite Halbzeit

Vorlegen, nachlegen, nachdenken, einbrechen. Einen Vorsprung über die Zeit zu bringen, scheint den Mainzer einfach nicht gelingen zu wollen.

Bereits im Trainingslager in Spanien verspielten die Mainzer an der Costa del Sol in allen drei Testspielen eine 2:0-Führung. Zum Sieg reichte es weder beim 2:3 gegen Standard Lüttich noch bei den beiden 2:2-Remis gegen den Ligarivalen SC Freiburg.

Auch in der Partie gegen den VfB Stuttgart legten die Mainzer offensiv gut los und lagen schnell mit 2:0 in Front. Alexander Hack legte sogar noch den Treffer zum 3:0 nach - ein entscheidender, wie nach der nervenaufreibenden Schlussphase in Stuttgart klar war.

"Zum Glück haben wir 3:0 geführt. Mit 2:0 wäre es sicher wieder in die Hose gegangen," witzelten die Mainzer Spieler laut Daniel Brosinski nach der Partie dann auch in der Kabine.

Doch woran liegt es, dass die Nullfünfer trotz einer Führung mit mehreren Toren gegen Ende immer einzubrechen scheinen?

Der Verwaltungsmodus und der Kopf

"Man hat gemerkt, dass wir nach dem 3:1 sehr viel überlegt haben. Wir haben ab der 75. Minute den Verwaltungsmodus eingestellt," monierte Sandro Schwarz nach dem Spiel. Man habe den Gegner nicht mehr mit der letzten Konsequenz angegangen und nach dem Anschlusstreffer von Nikolas Gonzales hätten seine Jungs natürlich im Kopf gehabt, dass es in den letzten Spielen jeweils nur zu einem Remis gereicht habe.

Am Ende sei gerade mit dem Pfostentreffer in der Schlussphase auch Glück dabei, doch der Sieg über die ganz Spielzeit hinweg verdient gewesen.

Hausaufgaben aus der Schlussphase

Kapitän Stefan Bell konnte der Situation sogar noch mehr Gutes abgewinnen und resümierte: "Es ist vielleicht auch nicht so schlecht, dass wir uns nicht komplett feiern lassen können. Wir haben am Ende noch ein paar Hausaufgaben aus den letzten Minuten."

Im nächsten Wochenende kommt nun der 1. FC Nürnberg nach Mainz und dann wird sich zeigen, ob die Nullfünfer ihre Hausaufgaben gemacht haben oder es am Ende dann doch wieder spannend wird.

Wenn es wie in Stuttgart gut ausgeht, werden die Mainzer Fans wohl nichts dagegen haben.

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