Niedergeschlagene Spieler des FSV Mainz 05 (Foto: picture-alliance / Reportdienste)

Fußball | Bundesliga Der FSV Mainz 05 kämpft gegen den Negativtrend

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Drei Niederlagen in Serie, 1:11 Tore: Der FSV Mainz 05 befindet sich erstmals in dieser Saison in einer sportlichen Krise. Bei den Rheinhessen ist man trotzdem um Ruhe bemüht.

0:3 beim FC Augsburg, 1:5 gegen Bayer Leverkusen, 0:3 beim VfL Wolfsburg. Die letzten drei Ergebnisse des FSV Mainz 05 belegen einen besorgniserregenden Trend. Erstmals setzte es in dieser Spielzeit drei Pleiten in Serie. Die Mannschaft von Trainer Sandro Schwarz kassiert aktuell viel zu viele Gegentore und tut sich zudem im eigenen Offensivspiel schwer.

Exemplarisch dafür: Die jüngste Pleite in Wolfsburg. Bereits nach vier Minuten gerieten die 05er durch einen Treffer von Maximilian Arnold in Rückstand, Wout Weghorst (69, Handelfmeter) und Robin Knoche (76.) legten für die Niedersachsen nach. Mainz fand das komplette Spiel über kein Mittel, die Defensive der Wölfe zu knacken.

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Latza: "Müssen die Sinne schärfen"

"Wir kriegen im Moment viel zu viele Gegentore. Wir müssen versuchen, das möglichst schnell abzustellen und die Defensive zu stärken", ärgerte sich Mittelfeldspieler Danny Latza gegenüber dem SWR: "Das Engagement kann man uns nicht absprechen. Aber wir müssen einfach die Sinne schärfen, damit wir nicht so leichte Treffer kassieren."

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Schröder: "Wir haben keine Krise"

Ähnlich sieht es Sportvorstand Rouven Schröder, der gleichzeitig zur Ruhe mahnt: "Wir sollten das ganze rational betrachten. Alles hat seine Gründe. Das beschäftigt uns, aber wir haben keine Krise. Wir sind ehrgeizig und erfolgshungrig und wollen die negativen Dinge abstellen." Der Ex-Profi fordert von der Mannschaft ein "aggressiveres verteidigen. Da jetzt wieder rauszukommen ist etwas, das den Fußball doch auch spannend macht. Und daran arbeiten wir".

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Klar ist: Nach zwei Siegen zum Rückrundenauftakt (3:2 beim VfB Stuttgart, 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg) durften die Mainzer sogar leicht nach oben schielen, doch mittlerweile geht der Blick eindeutig nach unten.

Der Blick geht nach unten

"Wir haben nicht vom Europapokal geträumt, als wir zwei mal gewonnen hatten", so Latza: "Wir müssen aktuell froh sein, dass die Mannschaften, die unten drin stehen, allesamt nicht gewonnen haben."

Noch ist der Vorsprung der Rheinhessen auf die Abstiegszone groß. Zwölf Punkte sind es aktuell auf den VfB Stuttgart, der den Relegationsrang 16 belegt. Doch klar ist, dass nach drei Pleiten in Serie möglichst schon gegen den FC Schalke 04 ein Erfolgserlebnis her muss.

Gegen Schalke soll ein Dreier her

"Wir werden trotz der drei Niederlagen eine sehr, sehr gute Stimmung haben", ist sich Schröder sicher: "Das Publikum wird uns nach vorne peitschen und die Jungs werden alles auf den Rasen bringen. Wir wollen unbedingt gegen Schalke gewinnen." So sieht es auch Latza: "Wir müssen schauen, dass wir die nötigen Punkte möglichst rasch einfahren, um den Abstand nach unten zu vergrößern. Am besten fangen wir damit schon am nächsten Samstag an."

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