Beim FSV Mainz 05 herrscht derzeit beste Stimmung (Foto: Imago, DeFodi)

Fußball | Bundesliga Beim FSV Mainz 05 herrscht bereits Fastnachtsstimmung

Pünktlich zu Beginn der fünften Jahreszeit herrscht beim FSV Mainz 05 beste Stimmung. An Fastnacht will die Mannschaft von Trainer Sandro Schwarz bei Hertha BSC möglichst nachlegen.

Passend zum Höhepunkt der Fastnachtszeit siegen und lachen sie wieder beim FSV Mainz 05. Nach dem überragenden 3:0 Erfolg gegen Schalke ist die Niederlagenserie mit elf Gegentoren völlig vergessen. Jetzt will der selbsternannte Karnevalsverein erst die Berliner vernaschen, um dann beim Rosenmontagszug ausgelassen Fastnacht zu feiern.

Perfektes Spiel zum perfekten Zeitpunkt

Ausgerechnet in der in Mainz so wichtigen "fünften Jahreszeit" schien die Mannschaft von Coach Schwarz aus dem Tritt gekommen. Dass die Nullfünfer trotz aller Unkenrufe doch "Fassenacht" können, zeigten sie am vergangenen Samstag eindrucksvoll gegen Schalke.

Immer die Ruhe bewahren

"Das war mal wieder der beste Beweis dafür, wie man in einer schwierigen Phase mit drei Niederlagen als Gruppe, als Verein umgeht, total ruhig und inhaltlich zu bleiben," sagte ein wohl gelaunter Trainer in der dienstäglichen Presserunde.

Lieblingsnaschwerk in der "Meenzer Fassenacht"

Jetzt kommt die Berliner Hertha genau recht.  Denn ein Berliner ist ein etwa faustgroßes Siedegebäck, das schwimmend in Fett ausgebacken wird, aus süßem Hefeteig mit einer Füllung aus Konfitüre besteht und meist mit feinem Zucker bestäubt oder mit einer Glasur überzogen wird. Auch wenn der Berliner in Mainz eigentlich ein "Kreppel" ist, ist er so oder so das Lieblingsnaschwerk in der "Meenzer Fassenacht".

Und die 05er haben beste Erinnerungen an das Olympiastadion. Denn dort gelang ihnen vor ziemlich genau einem Jahr ein "ganz, ganz wichtiger Auswärtssieg", so Schwarz. Es war auch kurz vor Fastnacht und Mainz beendete damals wie jetzt gegen Schalke eine Niederlagen-Serie und bekam die Kurve im Abstiegskampf.

Schwarz ist begeistert von seiner Truppe

Diesmal ist die Ausgangslage wesentlich vielversprechender - der Konkurrenzkampf macht es möglich. Der Kader ist fast vollzählig im Trainingsbetrieb. Und der Trainer in einer komfortablen Situation. "Das ist top. Genau das brauchen wir. Diese Dynamik auf allen Positionen, sich immer wieder zu behaupten. Und dabei aber auch zu wissen: die Gruppe steht über allem. Das ist perfekt,“ sagte Schwarz, sichtlich begeistert.

Motivwagen beim Rosenmontagszug

Nach dem Sieg gegen Schalke schunkelten die Mainzer Spieler gemeinsam mit den Fans zu Margit Sponheimers Kult-Hit "Am Rosenmontag bin ich geboren". Für einen Großteil der Mannschaft wird es eine ganz neue Erfahrung, wenn das Team am Rosenmontag beim Umzug komplett auf einem Wagen durch die Mainzer Innenstadt fährt, Helau ruft und Bonbons wirft.

Aber bis dahin wollen sie sich erst einmal ganz auf ihre Arbeit konzentrieren. Schließlich kann ein Erfolg in Berlin die Stimmungslage in der Stadt noch einmal deutlich verbessern.

Wer Spaß hat kann auch arbeiten

An Rosenmontag aber ist alles erlaubt. Nach einem Erfolg in Berlin erst recht. Allerdings, die tollen Tage sind für die Profis schon am kommenden Dienstag vorbei. Schließlich folgen dann noch zehn Spieltage, an denen der Trainer "Woche für Woche konstant gute Leistungen" sehen will.

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