Cäcilia Alsfasser sitzt bei Mainz 05 im Aufsichtsrat.  (Foto: SWR)

Fußball | Bundesliga Vom Stehblock in den Aufsichtsrat des FSV Mainz 05

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Cäcilia Alsfasser sitzt im Aufsichtsrat von Mainz 05. Von einer Bewerbung für den Posten wurde ihr abgeraten. Das hat sie nur noch mehr angespornt - ein Porträt zum Weltfrauentag.

Cäcilia Alsfasser hat sich einen Traum erfüllt. Als Kind stand sie in der Mainzer Fankurve, heute arbeitet sie als Aufsichtsrätin für ihre 05er. Der SWR trifft die Geschäftsführerin eines Familienbetriebes anlässlich des Weltfrauentags dort, wo sonst nur Männer sitzen: in der Kabine von Mainz 05, auf dem Platz ihres Lieblingsspielers Gerrit Holtmann.

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Gegen alle Widerstände

Als sich Cäcilia Alsfasser um den Posten im Aufsichtsrat der Rheinhessen bewarb, hatte sie mit Widerständen zu kämpfen. Nicht alle wollten eine Frau im Aufsichtsrat eines Fußball-Bundesligisten sehen. Doch dies habe sie nur noch weiter angespornt. Noch immer muss sie sich den einen oder anderen Spruch anhören.

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Mit Vorurteilen lernte Cäcilia Alsfasser schon in ihrer Rolle als Geschäftsführerin umzugehen. Mit gerademal 25 Jahren übernahm sie den Betrieb ihres Vaters. In ihrer Anfangszeit hieß es oft: "Das wäre beim Vatter aber anders gelaufen", erzählte sie in einem Interview mit der "Allgemeinen Zeitung".

Die Männerdomäne Fußball braucht Zeit

Ausschlaggebend ist für Cäcilia Alsfasser die Kompetenz, weniger das Geschlecht. Aus ihrer Erfahrung als Geschäftsführerin weiß sie, dass gemischte Teams erfolgreicher und kreativer sind. Bislang gibt es in fünf Bundesliga-Vereinen jeweils eine Frau im Aufsichtsrat. In Mainz sind es sogar zwei. Überstürzen will Cäcilia Alsfasser den Wandel in der Männerdomäne Fußball dennoch nicht.

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Frauen, die sich kompetent genug für eine Führungsrolle im Fußballgeschäft sehen, spricht sie Mut zu. Man müsse die eigene Komfortzone verlassen und mutig sein. Zu verlieren habe man schließlich nichts.

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