Sandro Schwarz, Trainer vom 1. FSV Mainz 05. (Foto: Imago, imago)

Fußball | Bundesliga Mainzer Tugenden sollen gegen Gladbach helfen

Auch wenn die Fastenzeit begonnen hat, einschränken wolle sich die Mainzer Fußball-Profis nicht. Mit viel Power soll wie im Januar 2016 gegen Borussia Mönchengladbach wieder ein Heimsieg gelingen.

Den schwarzen Fleck auf der Punkteweste gegen Borussia Mönchengladbach möchte Sandro Schwarz unbedingt loswerden. Nach drei Partien stehen für den Trainer des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 zwei Unentschieden und eine Niederlage.

Am Samstag (18.30 Uhr) gibt es auch die Chance, das herbe 0:4 aus dem Hinspiel zu korrigieren. Den Matchplan hat der 40-Jährige längst im Kopf. "Wir brauchen Aggressivität gegen den Ball, wir müssen extrem fleißig sein und wenn wir den Ball haben, geradlinig nach vorn spielen", forderte Schwarz am Donnerstag.

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Die typischen Mainzer Tugenden wie Mentalität, Leidenschaft, Laufbereitschaft und Einsatzwille sollen für die nächsten Punkte sorgen. Das 3:0 zuletzt zuhause gegen Schalke 04 ist trotz der Begleitumstände um den Rücktritt des früheren Mainzers Christian Heidel als Schalker Sportvorstand noch in bester Erinnerung. Daran ändert das unnötige 1:2 von Berlin (Schwarz: "Leistung war gut für einen Punkt") nichts.

Die in der Offensive starken Gladbacher erfordern eine andere Herangehensweise. "Allein spielerisch ist denen nicht beizukommen, wir müssen über den Kampf kommen und ihnen den Schneid abkaufen. Dafür brauchen wir enge Abstände zwischen den Linien", betonte der Mainzer Coach.

Rückkehr von Boetius in Startelf gegen Gladbach möglich

Auch wenn die Borussen nach den jüngsten Ergebnissen ein wenig den Anschluss an die Champions-League-Plätze verloren haben, ihre Spielweise lockt die Zuschauer. Die 05er erwarten gut 30.000 Zuschauer, die meisten sind natürlich auf Mainzer Seite. Auf der taucht auch der Niederländer Jean-Paul Boetius auf, der nach seiner Gelb-Sperre wieder in die Startelf zurückkehren kann. "Er ist laufstark und ungeheuer fleißig", lobte Schwarz Boetius. "Er hat die Mainzer Prinzipien verinnerlicht. Wir sind froh, dass er bei uns ist", erklärte Sport-Vorstand Rouven Schröder.

Boetius ist nicht der einzige Rückkehrer. Die zuletzt von einem Infekt geschwächten Daniel Brosinski, Kunde Malong und Jean-Philippe Mateta sind wieder voll belastbar. Nicht zur Verfügung stehen René Adler, Philipp Mwene und Issah Abass. Offen ist das Mitwirken von Alexandru Maxim und Gerrit Holtmann, beide sind erkältet. Der breite Kader erschwert Schwarz die Zusammenstellung der Startelf, zumal die "Ersatzspieler" Giulio Donati, Robin Quaison und Anthony Ujah nicht ohne Kampf ihren Platz räumen werden. "Wir haben noch ein paar Einheiten, bevor wir entscheiden müssen", sagte der Trainer.

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