Der Mainzer Daniel Brosinski (li.) im Duell mit Lucas Höler vom SC Freiburg (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Fußball | Bundesliga Der Lieblingsgast des FSV Mainz 05 soll es richten

Wenn es selbst gegen einen der Lieblingsgegner des FSV Mainz 05, den SC Freiburg, nicht klappt mit einem Sieg - gegen wen dann? Diese Gedanken machen sich aktuell wohl nicht nur die Fans.

Der SC Freiburg hat in Mainz noch nie ein Bundesligaspiel gewonnen. Klingt nach einem Vorteil für die Rheinhessen, aber obwohl sieben Spieltage vor Saisonende immer noch satte zehn Punkte zwischen den 05ern und dem Relegationsplatz liegen, wird die Situation mit jeder Niederlage brisanter.

Besorgniserregender Trend

Die Mainzer haben sieben der jüngsten acht Spiele in der Liga verloren. Freiburg dagegen hat im selben Zeitraum nur eine Partie verloren. In der Tabelle sind die Breisgauer inzwischen an der Mannschaft von Trainer Sandro Schwarz vorbeigezogen. Das könnte sich aber am Freitag (20:30 Uhr) wieder ändern wenn die beiden Teams aufeinandertreffen. Und wenn schon nicht die aktuelle Form, so spricht wenigstens die Statistik eindeutig für die Mainzer.

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Nils Petersen fehlt dem SC Freiburg

Freiburg konnte in der ersten Liga nicht ein einziges Spiel in Mainz gewinnen. Nur gegen zwei andere Mannschaften blieben die Mainzer zu Hause so lange unbesiegt. Die Aufgabe werde allerdings schwierig, warnt Coach Sandro Schwarz. Die Freiburger seien extrem laufstark und verfügten über eine herausragende Mentalität. Beim SC fällt der mit acht Toren stärkste Angreifer Nils Petersen aus. Seine Rolle als Torjäger übernimmt aktuell ausgerechnet ein ehemaliger Mainzer.

Ex-Mainzer Höler mit Lauf

Lucas Höler hat am vergangenen Wochenende aufhorchen lassen. Der 24-Jährige traf erneut gegen Bayern München - wie schon im Hinspiel. Es waren wichtige Tore - beide Begegnungen endeten unentschieden. Zwei Jahre lang spielte Höler einst in der zweiten Mannschaft von Mainz 05, auch unter dem damaligen U-23-Trainer Schwarz. Höler schaffte den Durchbruch nicht und verließ den Verein, kam über Zweitligist Sandhausen schließlich doch in Freiburg in der ersten Liga an.

"Ein extrem fleißiger Spieler", schwärmt Schwarz heute. Aber verteidigen müssten seine Jungs nicht nur ihn, sondern zum Beispiel auch die Flankengeber der Freiburger.

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Ziel: Den Bock umstoßen

Neben seinen Spielern fordert Schwarz auch die erwarteten 26.000 Fans im Mainzer Stadion auf, am Freitagabend eine besondere Atmosphäre zu schaffen. Unter Flutlicht soll es endlich gelingen, den Bock umzustoßen. Seine Jungs fühlten sich schlecht angesichts der Niederlagenserie. Es liegt auch an ihnen, dieses Gefühl bei den Zuschauern gar nicht erst aufkommen zu lassen. Ein Sieg gegen den Lieblingsgast Freiburg könnte nicht nur drei Punkte bringen, sondern auf einen Schlag auch ganz viele Probleme lösen.

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