Der FSV Mainz 05 bejubelt den Treffer von Karim Onisiwo (Foto: picture-alliance / Reportdienste)

Fußball | Bundesliga Mainzer Befreiungsschlag gegen den FC Schalke 04

Nach zuletzt drei deutlichen Pleiten wieder ein Erfolgserlebnis für Mainz 05: Die Mannschaft von Trainer Sandro Schwarz gewann am 23. Spieltag nach einer imponierenden Leistung ihr Heimspiel gegen den FC Schalke 04 mit 3:0 (1:0).

Die 05er, die die letzten drei Spiele bei 1:11-Toren allesamt verloren hatten, haben durch den Erfolg nun 30 Punkte auf dem Konto und somit 14 Zähler Vorsprung auf den Relegationsrang 16. Der FC Schalke 04 steckt nach der Niederlage vollends in der Krise. Zwar haben die Schalker noch immer sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang, allerdings wurde während des Spiels bekannt, dass der Schalker Sportvorstand Christian Heidel sein Amt spätestens im Sommer abgibt. Heidel war zuvor 14 Jahre lang Manager beim FSV Mainz 05 und wechselte 2016 zum S04.

Doppelpack von Onisiwo

Vor 26.005 Zuschauern trafen Karim Onisiwo in der 18. und 84. Minute sowie Joker Jean-Philippe Mateta (73.) nur neun Minuten nach seiner Einwechslung für die Mainzer.

Schon die erste Chance bot sich den Mainzern. Nach einem Gewühl im Strafraum landete der Ball bei Abwehrchef Stefan Bell, dessen Schuss aber knapp am Pfosten vorbeistrich. Die Gäste wirkten zwar etwas ballsicherer, brachten nach vorn zunächst aber kaum gefährliche Aktionen zustande. Ein Schuss von Nabil Bentaleb (12.), der knapp das Ziel verfehlte, war die einzige nennenswerte Offensivaktion in der ersten halben Stunde.

Die Hausherren verdienten sich mit Kampfgeist und Laufbereitschaft die Führung, die Anthony Ujah (25.) und Jean-Paul Boetius (27.) hätten ausbauen können. Kurz vor der Pause kam dann Schalke doch einmal gefährlich vor das Mainzer Tor, doch FSV-Keeper Florian Müller verhinderte nach einem Kopfball von Matija Nastasic mit einem Reflex den Ausgleich.

Schalke bleibt ohne Durchschlagskraft

Auch nach dem Wechsel blieb Schalke zwar bemüht, aber ohne Durchschlagskraft. Mainz stand sicher in der Defensive und inszenierte immer wieder schnelle Gegenangriffe. Ujah (55.) hatte das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte jedoch an Nübel. 23 Minuten vor Schluss versammelte Tedesco seine Schützlinge in einer kurzen Behandlungspause eines Mainzer Spielers noch einmal an der Seitenlinie und schwor sie für eine Schlussoffensive ein. Doch dem Vizemeister fiel nichts ein. Keine Ideen, wenig Bewegung und zahlreiche Fehlpässe - so war die kompakte FSV-Abwehr nicht zu knacken. Stattdessen lud Schalke die Hausherren förmlich zum Toreschießen ein, was diese gerne annahmen.

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