Trainingsauftakt Mainz 05 (Foto: SWR)

Bundesliga | FSV Mainz 05 Anlaufen und angrillen zum Auftakt

Der FSV Mainz 05 ist als erster Bundesligist in die Saisonvorbereitung gestartet. Im Kader der Rheinhessen gibt es aber noch viele Baustellen - auch wegen der WM in Russland.

Der Auftakt in die Zeit des Schuftens und des Leidens hatte beim FSV Mainz 05 ein bisschen was von einer sommerlichen Gartenparty. Denn zum Start in die Saisonvorbereitung wurde bei den Rheinhessen gegrillt, geplaudert und das WM-Geschehen genau verfolgt.

Gleich mehrere Spieler fehlen

Die Mainzer stiegen am Sonntag als erster der 18 Bundesligaclubs in die Vorbereitung ein. Allerdings nicht in voller Mannschaftsstärke: Auf dem Platz fehlten Stürmer Emil Berggreen (Knieprobleme), Mittelfeldmann Danny Latza (Leistenprobleme), Torwart René Adler (Reha), Angreifer Kenan Kodro (Sonderurlaub) und Nigel de Jong. Der niederländische Routinier wird die Mainzer nach nur einem halben Jahr wieder verlassen. Auch WM-Fahrer Yoshinori Muto war natürlich nicht dabei.

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Nach der ersten Trainingseinheit im Bruchweg-Stadion ging es für Trainer Sandro Schwarz und seine Mannschaft bei einem Grillfest mit den Fans weiter. Die WM war dabei ein wichtiges Gesprächsthema - schließlich hat das große Fußball-Fest in Russland auch auf die Mainzer Saisonvorbereitung ganz konkrete Auswirkungen.

Viele Anfragen, wenig Konkretes

Denn anders als noch im Vorjahr steht Schwarz längst kein komplettes Team zur Verfügung. Bedingt durch die WM sind noch etliche Baustellen im Kader unbearbeitet. Viele Klubs warten ganz offensichtlich ab, wie sich die Marktwerte entwickeln.

"Man muss einen langen Atem haben", sagte der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder, die diesjährige Transferperiode sei "kein einfaches Klavierspiel". Für Japaner Muto gebe es beispielweise einige Anfragen, so Schröder, etwas Konkretes sei aber nicht dabei.

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Mwene vorerst einziger Neuzugang

Bewegung gebe es derzeit vor allem bei klaren Vertragsverhältnissen. So wie bei Mittelfeldspieler Suat Serdar eben, der für eine fixe Ablöse von elf Millionen Euro von Mainz zu Schalke 04 wechselte. "Alles andere dauert einfach", meinte Schröder.

So war der Österreicher Phillipp Mwene der vorerst einzige Neuzugang, der sich dem Mainzer Publikum präsentierte. Der 24 Jahre alte Außenverteidiger kam ablösefrei vom 1. FC Kaiserslautern. Dazu gesellten sich die zuletzt ausgeliehenen Gaetan Bussmann (SC Freiburg) und Aaron Seydel (Holstein Kiel), deren Verbleib aber längst noch nicht sicher ist. "Da können zum Start durchaus Spieler dabei sein, die noch gehen werden", bekannte Schröder.

Was passiet mit Diallo und Gbamin?

Wirklich viel hängt bei den Mainzern davon ab, was mit den für angeblich zweistellige Millionenbeträge umworbenen Verteidigern Abdou Diallo und Jean-Philippe Gbamin passieren wird.

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Diallos Wechsel zu Borussia Dortmund soll kurz vor dem Abschluss stehen. Dass der 22 Jahre alte Franzose beim BVB schon einen Fünfjahresvertrag unterschrieben hat, dementierte der Mainzer Sportvorstand zwar, viel fehle aber nicht mehr, so Schröder: "Der Transfer ist definitiv nicht fix. Wir sind in Gesprächen mit dem BVB, aber es müssen noch Details geklärt werden." Die Ablösesumme soll laut einem Medienbericht rund 28 Millionen Euro betragen - damit wäre Diallo der Mainzer Rekordverkauf.

Erst Verkauf dann Einkauf

Schröder bestätigte Anfragen für das Duo und auch, dass "die Preise allgemein hoch" sind. "Wir haben die Situation mit Serdar und weitere Dinge im Kopf, die wir machen können im Verkauf, um dann richtig in den Einkauf zu gehen", sagte der 42-Jährige.

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