Trotz der Niederlage gegen Hertha BSC haben die Mainz-05-Profis den Mainzer Rosenmontagszug genossen (Foto: SWR, SWR)

Fußball | Bundesliga Mainz 05 feuert bei Fastnacht alles raus

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Die Fußballprofis von Mainz 05 haben sich die Fastnacht trotz 1:2 Niederlage in Berlin nicht verderben lassen: Fast das komplette Team fuhr auf einem eigenen Mainz 05-Motivwagen beim Rosenmontagszug mit.

"Die Jungs haben alles sehr gut überstanden." So läutet Sandro Schwarz mit einem breiten Grinsen die wöchentliche Presserunde am Bruchweg ein. Für den Trainer war die Teilnahme am Umzug eine "überragende Aktion". Er habe in viele glückliche Gesichter auf und neben dem Wagen geschaut - und das trotz Regenschauer und Wind auf der mehrstündigen Fahrt.

Eine ganz besondere Erfahrung war es vor allem für die neuen Spieler, die von den Menschenmassen überrascht waren, die auf den Mainzer Straßen feierten, und auch von der Dauer des Rosenmontagszugs, berichtet Alexander Hack. "Einige dachten wohl, wir seien eine bis eineinhalb Stunden auf dem Zug. Es hat dann doch vier Stunden gedauert, aber jeder hat es durchgezogen, und es hat Spaß gemacht."

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Keine Bonbons für Eintracht Frankfurt Fans

Auf den Rosenmontags-Wahnsinn wurden die neuen und ausländischen Spieler wie Jean-Philippe Mateta, Kunde Malong oder Moussa Niakathé vorher eingestimmt. "Wir haben sie vorgewarnt. Da sind nur verrückte Leute, und es könnte sein, dass ihr denkt, wo sind wir denn hier gelandet", erzählt Trainer Schwarz. Aber alle hätten echt viel Spaß gehabt, und keiner hätte gelangweilt auf dem Wagen gestanden. Es war eine Art Teambuilding-Maßnahme, bei dem das 05-Team durchweg positive Erfahrungen machte. Und das, obwohl auch viele Eintracht Frankfurt- und HSV-Fans auf der Strecke waren und ihre Fanlieder gesungen haben. "Die haben dann keine Bonbons bekommen", verrät Sandro Schwarz verschmitzt.

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Zu viel zu früh weggeschossen

Apropos Kamelle. Da waren einige Spieler etwas übermotiviert und haben zu früh zu viel Bonbons rausgeschmissen, so dass sie am Ende nicht mehr genug hatten. Das musste Kapitän Niko Bungert schon während der Liveübertragung im SWR Fernsehen feststellen. "Dem ein oder anderen merkt man ein bisschen die Unerfahrenheit an. Weil wir, glaub ich, auf den ersten 500 Metern schon 90% unseres Wurfmaterials weggeschossen haben." Also das müssen sie noch lernen, die Fußball-Fastnachter des FSV.

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