Niedergeschlagene Spieler des FSV Mainz 05 nach der Niederlage beim FC Bayern (Foto: Imago, Sven Simon)

Fußball | Bundesliga Besorgniserregender Trend bei Mainz 05 oder nur eine Ergebniskrise?

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Sechs zum Teil sehr deutliche Pleiten in den letzten sieben Spielen, unbefriedigende Leistungen: Beim FSV Mainz 05 zeigt der sportliche Trend eindeutig nach unten. Dank der Schwäche der Konkurrenz befinden sich die Rheinhessen allerdings nicht im Abstiegskampf.

Der 3:0 Heimerfolg gegen den FC Schalke 04 am 23. Spieltag war aus Sicht des FSV Mainz 05 der positive Ausreißer. Ansonsten lauteten die Ergebnisse der Mannschaft von Trainer Sandro Schwarz im Februar und im März: 0:3 beim FC Augsburg, 1:5 gegen Bayer Leverkusen, 0:3 beim VfL Wolfsburg, 1:2 bei Hertha BSC, 0:1 gegen Borussia Mönchengladbach und nun 0:6 beim FC Bayern. Nur eine Ergebnis- oder doch schon eine handfeste sportliche Krise, wie die schwache Vorstellung in München nahelegt?

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Schwarz nach Klatsche frustriert

Noch sieht man bei den 05ern nicht alles schwarz, aber dass derzeit niemand zufrieden ist, ist auch klar. "Es ist uns nicht gelungen, uns richtig zu wehren. Wir haben nicht gestochen im Zweikampfverhalten und haben deshalb völlig verdient verloren", bilanzierte ein sichtlich frustrierter Mainz-Coach Schwarz nach der Klatsche beim deutschen Rekordmeister.

Deutlich wurde auch der Mainzer Kapitän Stefan Bell. "Wir sind zu früh in Rückstand geraten und haben zu viele Fehler gemacht. Damit haben wir die Bayern stark gemacht", sagte der Innenverteidiger im ARD-Interview: "Die frühe Führung hat den Münchnern in die Karten gespielt."

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Bell: "Wir waren viel zu passiv"

Man könne beim FCB verlieren, so der Abwehrspieler weiter, aber "wir waren viel zu passiv. So wird es gegen jeden Gegner schwer".

Trotz lediglich drei Zählern aus den letzten sieben Spielen ist die Lage tabellarisch noch einigermaßen entspannt. Mit 30 Punkten haben die Rheinhessen immer noch komfortable zehn Zähler Vorsprung auf den Relegationsrang 16. Auf die direkten Abstiegsplätze hat die Schwarz-Mannschaft sogar 16 Punkte Abstand. Der Klassenerhalt - in Mainz Jahr für Jahr erstes Saisonziel - sollte trotz des Negativtrends frühzeitig geschafft werden.

Doch klar ist auch, dass die Niederlagenserie möglichst rasch gestoppt werden muss, bevor die noch gute Stimmung beim Karnevalsklub kippt. Das mahnt auch Kapitän Bell an: "Wir haben jetzt Zeit, zu arbeiten, auch wenn in der Länderspielpause viele Spieler nicht da sind. Wir werden das beste daraus machen."

"Wieder mehr Schärfe reinbringen"

Ähnlich sah es auch Coach Schwarz: "Wir müssen in der Länderspielpause klar und deutlich ansprechen, was wir brauchen für unsere Art Fußball zu spielen. Es muss wieder mehr Schärfe reinkommen."

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