Bungert (Foto: Imago, Jan Huebner/Volz;)

Bundesliga | FSV Mainz 05 Mainz verdirbt Hoffenheim das internationale Geschäft

Mainz 05 hat Julian Nagelsmann mit einem 4:2-Sieg seinen Abschied aus Hoffenheim verdorben. Damit verpasst die TSG das internationale Geschäft.

Der scheidende Trainer, der im Sommer zum Ligarivalen RB Leipzig wechselt, musste mit den Kraichgauern am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga nach 2:0-Pausenführung in Unterzahl noch eine 2:4-Niederlage hinnehmen. Für einen Europapokalplatz reichte es dadurch nicht mehr.

Ishak Belfodil (12.) und Andrej Kramaric (34.) hatten die Gäste in Führung gebracht. Daniel Brosinski (66., Foulelfmeter), Jean-Paul Boetius (83./90.) und Jean-Philippe Mateta (90.+3) drehten das Spiel, nachdem TSG-Youngster Christoph Baumgartner früh die Gelb-Rote Karte (42.) gesehen hatte.

Dauer

Mainz, das den Klassenerhalt bereits vor mehreren Wochen perfekt gemacht hatte, beendet die Saison im Tabellenmittelfeld. Wie schon bei Nagelsmanns letztem Heimspiel als Hoffenheim-Coach, bei dem die Stimmung auch durch die 0:1-Pleite gegen Werder Bremen etwas getrübt war, blieb der Abschied des Trainers von Fanseite aus anfangs eher nüchtern. "Danke Julian, mach's gut", war auf einem Plakat zu lesen. Insgesamt jedoch schien das Verhältnis nach dessen Kritik an Teilen der Anhängerschaft in den vergangenen Wochen etwas unterkühlt.

Mainzer Fans feiern Klaus Hafner

Wesentlich emotionaler fiel auf der Gegenseite die Verabschiedung des Mainzer Kult-Stadionsprechers Klaus Hafner aus. Sogar der frühere Weggefährte und Ex-05-Coach Jürgen Klopp meldete sich mit einer Video-Botschaft aus Liverpool zu Wort. Dazu wurde auch Kapitän Niko Bungert, der seine Karriere im Sommer beendet, offiziell verabschiedet. Bungert stand in seinem letzten Spiel noch einmal in der Startelf.

Hoffenheim macht zunächst die Tore

In einer munteren Anfangsphase, in der Mateta (6./10.) auf Mainzer und Belfodil auf Hoffenheimer Seite gute Chancen besaßen, musste aber auch der 32-Jährige letztlich machtlos zusehen, wie Belfodil den Ball bei seinem zweiten Versuch sehenswert ins lange Eck schlenzte. Die Hoffenheimer Spieler rannten anschließend geschlossen in Richtung Bank, um dort mit Nagelsmann zu jubeln. Überhaupt schienen die Gäste bemüht, ihrem Trainer einen gelungenen Abschied zu bescheren. Die besseren Chancen hatten allerdings die befreit aufspielenden Mainzer, etwa durch Mateta (19.) oder den agilen Antreiber Pierre Kunde (22.). Dank des herrlichen Freistoßtreffers von Kramaric (34.) erhöhte Hoffenheim dennoch vor der Pause auf 2:0.

Platzverweis verändert das Spiel

Der Platzverweis für Startelf-Debütant Baumgartner (19) verstärkte das Mainzer Übergewicht allerdings noch einmal. Im zweiten Durchgang drängten die Gastgeber auf den Anschlusstreffer. Zwar fanden zunächst Danny Latza (58.) und Aaron (61.) in Hoffenheims Schlussmann Oliver Baumann ihren Meister. Der nach Videobeweis verhängte Foul-Elfmeter, den Brosinski verwandelte, ließ das Spiel dann kippen.

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