Der FSV Mainz 05 ist genervt von der Ergebniskrise (Foto: Imago, Jan Huebner)

Bundesliga | FSV Mainz 05 Der FSV Mainz 05 ist genervt von der Ergebniskrise

Vier Pleiten in den letzten fünf Spielen: Der FSV Mainz 05 zeigte beim 0:1 gegen Borussia Mönchengladbach eine ordentliche Leistung, aber das Ergebnis stimmte wieder mal nicht. Trainer Sandro Schwarz und seine Profis sind genervt.

Der Mainzer Coach fühlte sich nach der Heimniederlage gegen die Fohlen wie in einer Endlosschleife. "Es nervt gewaltig", ärgerte sich Schwarz nach der unnötigen 0:1-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach.

"Belohnen uns nicht für den Aufwand"

"Aus dem Spiel darfst du nie ohne Punkte rausgehen. Die Mannschaft belohnt sich nicht für den Aufwand, den sie betreibt. Die anderen stehen da drüben und freuen sich wie die Bekloppten", sagte Vereinsboss Stefan Hofmann.

Rouven Schröder: "Der Frust ist maximal"

Auch Rouven Schröder war bedient. "Der Frust ist maximal", erklärte der Sportchef kopfschüttelnd. Fünf der letzten sechs Pflichtspiele haben die 05er nun verloren. Nicht weil sie mit Ausnahme des 1:5 gegen Leverkusen haushoch unterlegen wären. In der Defensive gab es immer mindestens einen Fehler zu viel, die Offensive blieb ohne Durchschlagskraft. Das sind die Gründe für die Ergebniskrise.

Es warten schwere Aufgaben

Die Verlängerung ist nicht ausgeschlossen. Müssen doch die Mainzer auswärts gleich doppelt ran. Erst bei Spitzenreiter Bayern München, dann im hohen Norden bei Werder Bremen.

"Wir haben genauso viele Punkte geholt wie zum gleichen Zeitpunkt in der Rückrunde der letzten Saison", sagte Schwarz. Das stimmt und ist doch Augenwischerei. Weiterentwicklung sieht anders aus. 30 Punkte sind auf dem Konto. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt weiter elf Punkte. Ein sanftes Ruhekissen? Beileibe nicht.

"Mentale Geschichte" gegen Gladbach

Nach der Dreifach-Chance der Borussen zu Beginn der Partie reichte Gladbach vor 30.405 Zuschauern eine Standardsituation, die Nico Elvedi (63. Minute) konsequent nutzte und damit die vier Spiele anhaltende Sieglosigkeit des Tabellenvierten beendete. "Nach dem Gegentor war es eine mentale Geschichte. Das geht dann vom Kopf in die Beine. Dann hat man gemerkt, dass dem einen oder anderen die Körner gefehlt haben", stellte der nach Krankheit in die Startelf zurückgekehrte Daniel Brosinski nüchtern fest.

Das Lob von Gladbachs Trainer Dieter Hecking ("Mainz hat das richtig gut gemacht und uns viel beschäftigt. Eine richtig gute Entwicklung") schmeckte bitter. "Es ist schade, dass wir es nicht schaffen, wenn nach vorne nicht so viel geht, ohne Gegentor zu bleiben", sagte Stefan Bell, der sich und seine Nebenleute ("Dass schaffen nicht viele, einen so offensivstarken Gegner so weit und so gut vom Tor wegzuhalten") trotz des spielentscheidenden Fehlers lobte. Der Kapitän sparte indes auch nicht mit Kritik. "Die Qualität der Flanken war zu dünn. Wir haben bestimmt 20 Flanken reingebracht, sind aber fast nie zum Kopfball gekommen", sagte Bell.

Mehr als Halbchancen kamen nicht heraus, weil die letzte Torgier fehlte. "Wir sind viel gelaufen und gesprintet, sind aber nach dem Rückstand nicht mehr so ins Angriffsdrittel gekommen wie ab der zehnten Minute in der ersten Halbzeit", konstatierte Schwarz.

Der 05-Coach muss in der Woche viel Überzeugungsarbeit leisten, damit die Mainzer nicht den Glauben an die eigene Stärke verlieren. An Unterstützung aus der Führungsriege fehlt es nicht. "Wir müssen wieder in den Flow der Hinrunde kommen. Dafür muss man etwas tun. Die Mannschaft ist ehrgeizig, sie beißt. Also wird sie auch wieder belohnt, daran habe ich keine Zweifel", blickte Klubboss Hofmann voraus.

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