Jean-Philippe Mateta (li.) erzielte in Nürnberg sein erstes Bundesliga-Tor für den FSV Mainz 05 (Foto: Imago, Zink)

Bundesliga | FSV Mainz 05 Mateta: "Warum nicht Meister werden mit Mainz 05?"

Jean-Philippe Mateta ist beim FSV Mainz 05 der große Hoffnungsträger im Sturm. Der Rekordeinkauf der Rheinhessen ist erst wenige Wochen da, hat sich aber schon bestens akklimatisiert.

Jean-Philippe Mateta – diesen Namen sollte man sich als Fußballfan merken. Gerade einmal 21 Jahre ist der knapp acht Millionen Euro teure Rekordeinkauf des FSV Mainz 05 alt, aber schon ein großer Hoffnungsträger für den Verein. Er soll die Tore machen, die in der vergangenen Saison so oft gefehlt haben.

"Immer alles geben"

Angekommen ist er in Mainz bereits bestens, sowohl auf als auch neben dem Feld. "Du musst erstmal auf dem Platz alles geben. Und außerhalb des Platzes immer lächeln, dann wirst du akzeptiert“, erklärte Mateta im SWR–Flutlicht.

Zwar war der Angreifer von Olympique Lyon zuletzt an den französischen Zweitligisten AC Le Havre ausgeliehen, erzielte dort aber 17 Tore in 35 Spielen. "Wir freuen uns sehr, dass wir ein Top-Talent verpflichten konnten. Er hat in einer sehr starken zweiten französischen Liga bewiesen, dass er auf höherem Niveau regelmäßig treffen kann", begründete der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder die Verpflichtung.

"Stecke meinen Weg selbst ab"

Für Mateta war schon immer klar, dass sein Weg ins Profigeschäft führen würde. '"Ich selber war davon überzeugt, dass ich Profi werden musste. Ich ganz allein. Ich stecke meinen Weg lieber selber ab, als durch die Akademien. Ich bin bis 16 Zuhause geblieben, dann habe ich gesagt: jetzt ist die Zeit gekommen. In so einer Akademie weiß ich nicht, was gewesen wäre. Ich hab dann meinen Profi Vertrag unterschrieben. Bisher läuft das doch", so Mateta.

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Premierentreffer in Nürnberg

Auch bei seinem neuen Arbeitgeber hat sich Mateta, den Trainer Sandro Schwarz als "Instinktfußballer" bezeichnet, bereits in die Torschützenliste eingetragen und den Führungstreffer am zweiten Spieltag in Nürnberg (1:1) erzielt. Was Matetas Ziel hier in Mainz ist? "Warum nicht Meister werden?", so Mateta selbstbewusst.

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Der Jüngste von sieben Geschwistern

Überzeugt hat Schröder aber auch die starke Physis des Talents und seine Einstellung. Mateta habe sich "bewusst für uns und gegen zahlreiche andere Interessenten aus England entschieden, weil er von unserem sportlichen Konzept und unserer Philosophie als Aus- und Weiterbildungsverein überzeugt war", sagt der Sportvorstand. Schröder glaubt, dass der Jüngste von sieben Geschwistern gut zu den 05ern passt und hat ihm auch gleich einen Vier-Jahres-Vertrag gegeben.

Zum ersten Heimspiel kamen dann auch gleich einige Freunde und seine Familie. Auf die Frage, ob es stimme, dass er 40 Tickets bestellt habe, antwortete er lässig und mit einem Augenzwinkern: "Das kommt wohl hin. Alles VIPS."

Damit er sich in Mainz schnell heimisch fühlt, hat ihn ein anderer Franzose aus dem Team unter seine Fittiche genommen: Gaetan Bussmann kümmert sich um den jungen Kollegen und zeigt ihm beispielsweise die Sehenswürdigkeiten bei einer Rikscha-Tour durch die Landeshauptstadt. "Er hat starke Beine und kann lange fahren", lacht Bussmann über den enormen Einsatz seines Kollegen bei der Tour. Überhaupt ist Lachen für die beiden Franzosen sehr wichtig. "Er ist ein guter Typ, richtig lustig. Es macht einfach Spaß mit ihm", verteilt Bussmann Komplimente an seinen jüngeren Begleiter.

Bussmann in der Rolle des großen Bruders

Er selbst sieht sich ein bisschen wie ein großer Bruder. „Ich bin ja schon drei Jahre hier und muss den anderen helfen“, erklärt er seine Rolle im Klub der französisch sprechenden Mainzer - und das in gutem Deutsch. Schließlich hat er direkt nach seinem Umzug nach Mainz vor drei Jahren mit dem Sprachunterricht begonnen.

Für Mateta gibt es in Sachen Deutsch noch einiges zu lernen, aber auch er kennt schon die wichtigsten Begriffe: "Ich bin Jean-Philippe und ich habe ein Tor gegen Nürnberg geschossen mit Kopf."

Keine Küsschen

Dass Mateta in Sachen Sprache, aber auch in Sachen Fußball die richtige Linie verfolgt, bescheinigt ihm sein Mitspieler ebenfalls. "Er muss weiter an sich arbeiten, aber er ist auf einem guten Weg", ist sich Bussmann sicher, dass der Neuzugang eine Verstärkung für die Rheinhessen ist.

"Ich will eines Tages Weltmeister werden"

Klar ist: Mateta fühlt sich pudelwohl in Mainz und hegt ambitionierte Ziele. Seine Träume für die Zukunft sind klar formuliert und vor allem selbstbewusst. "Ich will eines Tages Weltmeister werden", gab der sympathische Franzose Sonntagabend in Flutlicht preis.

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