Trotz der Niederlage gegen Hertha BSC waren die meisten Mainz-05-Fans in Party-Laune (Foto: Imago, imago images / Nordphoto)

Bundesliga | FSV Mainz 05 Rosenmontagszug soll bei Mainz 05 den Berlin-Frust vertreiben

Mainz 05 kommt zu guten Torchancen, für einen Sieg in Berlin reicht es nicht. Die Sportliche Leitung ist frustriert. Die Stimmung für den Rosenmontagszug ist dennoch nicht getrübt.

Es wäre mehr drin gewesen für den FSV Mainz 05. Sandro Schwarz ärgerte sich noch lange über die liegengelassenen Punkte in Berlin. "Das waren zehn, fünfzehn Minuten, die uns das Spiel gekostet haben", sagte der Trainer nach dem etwas unglücklichen 1:2 (0:0) bei Hertha BSC. Es sei "nervig" gewesen, dass sein Team nach dem Führungstor in der 47. Minute das Momentum nicht nutzen konnte. Die Karneval-Vorfreude wollte sich Schwarz aber nicht nehmen lassen.

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Zwar sei das 1:2 ein Dämpfer, trotzdem freue er sich auf den Rosenmontagsumzug, bei dem die gesamte Mannschaft mit einem eigenen Wagen durch die Innenstadt ziehen will. "Das gehört für uns dazu, als Verein, als Stadt", sagte der gebürtige Mainzer Schwarz.

Mainz 05 nutzte die Chancen nicht

Genau das will die Mannschaft laut Danny Latza auch verkörpern. Der Mittelfeldspieler fand am Samstag klare Worte: "Wir müssen das einfach konsequenter verteidigen. Spielerisch war es auch nicht so gut, aber mit etwas Glück nehmen wir hier Punkte mit." Auch Kapitän Stefan Bell war trotz der Niederlage zufrieden mit der Mainzer Leistung und will sich die Fastnachtsstimmung nicht vermiesen lassen.

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Mainz 05 verlor das erste Mal seit November 2016 wieder gegen Hertha. Nach einer ersten Halbzeit mit guten Torchancen war der FSV durch ein Eigentor von Niklas Stark (47. Minute) in Führung gegangen. Der Berliner Verteidiger traf nach einem Schuss von Levin Öztunali bei einem Kopfball-Abwehrversuch ins eigene Netz. Marko Grujic glich für die Berliner aus (50.). Ausgerechnet Unglücksrabe Stark markierte wenig später den Siegtreffer (60.).

Schwarz und Schröder ärgern sich über Mainzer Abwehr-Fehler

Die Mainzer kamen in der ersten Hälfte zu mehreren guten Torchancen. "Da hätten wir den Abschluss noch zielstrebiger suchen können", sagte Schwarz. Anthony Ujah schoss den Ball nach Flanke des jungen Spaniers Aarón in der 14. Minute nur knapp am linken Pfosten vorbei. Stürmer Karim Onisiwo köpfte den Ball an die Latte (34.).

Die 33.981 Zuschauer im Olympiastadion sahen nach der Mainzer Führung eine völlig veränderte Heimmannschaft. Hertha brachte mehr Dynamik auf den Rasen. "Da hatten wir dann auch nicht mehr den Zugriff auf die zweiten Bälle", räumte Schwarz ein. "Dann bekommen wir einen Doppelschlag nach Standardsituationen, das ist immer ärgerlich. Das ist alles sehr unnötig", kritisierte 05-Sportvorstand Rouven Schröder.

Lob für Mainz-05-Stürmer Anthony Ujah

Schwarz lobte zwar seinen agilen Angreifer Ujah: "Läuferisch hat er eine gute Leistung gebracht." Umso ärgerlicher sei es gewesen, dass er seine Torchancen nicht nutzen konnte. Nach einer sehr guten Trainingswoche wäre es schön gewesen, wenn sich der 28-jährige Nigerianer mit einem Tor belohnt hätte, bemerkte der Trainer. "Das Wichtige ist, die ersten Schritte so zu machen. Dann kommt die Belohnung irgendwann." Ujah sah es ähnlich: "Das Glück war nicht auf unserer Seite, wir haben nur Latte und Pfosten getroffen."

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