Der FSV Mainz 05 hadert mit der Pleite in Hannover (Foto: Imago, Jan Huebner)

Fußball | Bundesliga Fassungslose Mainzer hadern mit Slapstick-Gegentor und Pleite

Der FSV Mainz 05 hat in der Bundesliga nach der 0:1-Niederlage bei Hannover 96 vier Punkte Rückstand auf den erhofften zehnten Platz. Ein kurioses Gegentor besiegelte die Niederlage bei den Niedersachsen und sorgte für Frust bei den 05ern.

Sandro Schwarz war noch lange Zeit nach Spielschluss fassungslos. "Wir müssen das Spiel gewinnen", klagte der Trainer des FSV Mainz 05. "Unfassbar", monierte auch Sportvorstand Rouven Schröder: "Es ärgert uns unglaublich." 

Die 05er vergaben beim 0:1 bei Schlusslicht Hannover 96 nicht nur mehrere Großchancen, sondern sorgten mit einer Slapstick-Einlage auch noch fast selbst für das Gegentor. Das kurzfristig ausgelobte Saisonziel Platz zehn ist drei Spieltage vor Schluss bei vier Punkten Rückstand wieder unrealistischer geworden.

Sandro Schwarz sieht keinen Spannungsabfall

Viel zu kritisieren hatte Schwarz ansonsten nicht. Eine Woche nach dem gesicherten Ligaverbleib habe es "keinen Spannungsabfall" geben, meinte der FSV-Coach. "Wir waren dominant und hatten viele Torchancen", erklärte der 40-Jährige. 

Mainz lässt gute Chancen liegen

Vor allem das Sturm-Duo Robin Quaison und Jean-Philippe Mateta hatte mehrfach die Führung auf dem Fuß, doch entweder scheiterten sie am guten 96-Keeper Michael Esser oder am Unvermögen. "Wenn du so am Drücker bist, musst du gewinnen", forderte Innenverteidiger Alexander Hack.

Als Mainz durch Quaison dann doch einmal traf (28. Minute), überprüfte Schiedsrichter Sören Storks (Velen) das vermeintliche 1:0. Der Mainzer Angreifer setzte sich in der Entstehung des Treffers regelwidrig ein, Storks annullierte das Tor. "Zurecht", befand Manager Schröder. "Irgendwann hatte man das Gefühl, es geht heute keiner rein. Dann musst du aber wenigstens die Null halten."

Dass es am Ende doch noch ein Gegentor gab, lag nur an den Mainzern. "Dann haben wir wohl gedacht, wenn wir selbst nicht treffen, legen wir selbst einen auf", fasste Coach Schwarz die Situation zum 0:1 zusammen. 05-Keeper Florian Müller rutschte auf dem glatten Rasen nach einer harmlose Hereingabe von 96-Profi Linton Maina mit dem Ball fast über die Torauslinie. Nach einem Missverständnis mit Teamkollege Moussa Niakhaté glitt ihm der Ball aus der Hand. Maina passte zum frei stehenden Hendrik Weydandt, der problemlos das 1:0 erzielte.

Müller: "Der Frust sitzt tief"

"Wir behindern uns gegenseitig ein bisschen. Eine unnötige Aktion, mein Fehler", erklärte Torhüter Müller. "Du schießt gefühlt 30 Mal auf das Tor, fährst fünf Stunden nach Hause und der Frust sitzt tief."

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