Alexander Hack und Moussa Niakhaté (Foto: Imago, Imago)

Bundesliga | FSV Mainz 05 Neue "Hack-Ordnung" bei Mainz 05?

Im Spiel gegen Stuttgart betrieb er Werbung in eigener Sache. Gegen Nürnberg bestätigte er seine starke Leistung. Alexander Hack musste lange auf seine Chance in der Mainzer Innenverteidigung warten. Zur Rückrunde hat er sie bislang genutzt.

In der ersten Saisonhälfte war Alexander Hack oft zum Zuschauen gezwungen. Erst stoppte ihn ein Bruch des linken Fußwurzelknochens, dann brauchte er erstmal Zeit und Geduld um sich wieder heranzukämpfen. Denn Neuzugang Moussa Niakhaté überzeugte als Partner von Kapitän Stefan Bell direkt auf der linken Innenverteidiger-Position. Der Franzose war gesetzt und spielte in allen Hinrunden-Partien.

Hack blieb nichts anderes übrig, als sich über die Trainingsleistung anzubieten. Er war bereit, falls er gebraucht würde. Da Niakhaté nicht die komplette Vorbereitung absolviert hatte und erst gegen Ende in das Winter-Trainingslager in Marbella einsteigen konnte, durfte Hack mit Rückrundenbeginn direkt ran. Die Chance nutzte der 25-jährige für sich mit starker Vorstellung samt Tor zum zwischenzeitlichen 3:0. "Er hat sich das verdient! Hacki hat schon zum Ende der Hinrunde überzeugt", bestätigte Trainer Sandro Schwarz

Ansprüche untermauert

Die Leistung gegen die Schwaben brachte den Linksfuß auch gegen Nürnberg wieder in die Anfangsformation. Und auch gegen den Tabellenletzten lieferte Hack erneute viele Argumente, warum momentan an ihm im Mainzer Defensivblock kein Weg vorbeiführt. Ruhig, abgeklärt und dazu mit Übersicht im Spielaufbau. Über sich will der geborene Memminger aber nicht so viel sprechen. Eher durch Leistung auf dem Platz überzeugen. Denn Konkurrent Nikahté ist wieder topfit, drängt zurück in die erste Elf.

Angenehme Situation für Sandro Schwarz

Trainer Sandro Schwarz sieht im engen Kampf um die zwei Innenverteidiger-Positionen kein Problem. Für ihn ist es sogar eine angenehme Situation. "Es zeigt, dass wir in der Konkurrenzsituation und in der Dichte des Kaders auf einem sehr guten Niveau sind." Vielleicht stellt sich die Frage für die kommende Partie auch gar nicht. Kapitän Bell fehlt gegen den FC Augsburg gelbgesperrt. Heißt das Duo dann automatisch Hack/ Niakhaté? Nicht unbedingt, trotz der hohen Qualität beider Profis wird Schwarz womöglich über einen Aspekt länger nachdenken. Denn sowohl Niakhaté als auch Hack sind Linksfüßer, fühlen sich auf der linken Abwehrseite dementsprechend wohler und können auch dort die Spieleröffnung besser einleiten. Möglichweise käme mit Niko Bungert als Rechtsfuß dann noch eine dritte Option hinzu, der könnte die neue "Hack-Ordnung" dann komplett durcheinanderwirbeln.

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