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"Die Rückkehr zu alten Wurzeln ist immer gut". Der Mainzer Fastnachter und "Obermessdiener" Andreas Schmitt hofft auf einen "schönen" Tabellenplatz zum Saisonende.

Es kommt nicht oft vor, dass im SWR Studio kostümierte Fastnachter Platz nehmen. Am Sonntag vor dem größten Feiertag der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt wird da aber gerne eine Ausnahme gemacht. Und so begrüßte Moderator Holger Wienpahl den Sitzungspräsidenten der Fernsehfastnacht "Mainz bleibt Mainz", Andreas Schmitt, auf der roten Gästebank. Wohlwissend, dass der auch als "Obermessdiener" bekannte 59-Jährige ein großer Fan des selbsternannten Karnevalsvereins 1. FSV Mainz 05 ist.

Schmitt: "Wie bei Raumschiff Enterprise"

Was sowohl den Fastnachtern, als auch den Fußballfans zu Corona-Zeiten gleichermaßen fehlt, ist die Unterstützung von den Rängen bzw. der Applaus aus dem Saal. "Fußball ohne Zuschauer, das ist wie bei Raumschiff Enterprise, wenn der Wein aus dem Replikator kommt - der schmeckt nach nix", hat Büttenredner Schmitt einen ganz eigenen Vergleich auf Lager. Wobei den Mainzer Auftritten der vergangenen Wochen das fehlende Publikum nicht unbedingt geschadet hat. So haben die 05er nach vier Spielen in der Rückrunde bereits sieben Punkte eingefahren, die gleiche Bilanz wie nach der kompletten Hinrunde.

Hoffnung auf den Klassenerhalt

Und so machen gerade auch die Ergebnisse gegen vermeintliche Spitzenteams der Liga Mut. 1:1 in Dortmund, 2:1 gegen Leipzig, und am Samstag die famose Aufholjagd beim 2:2 in Leverkusen. Für Obermessdiener Schmitt hat die dreifache Rückkehraktion von Christian Heidel, Martin Schmidt und Bo Svensson großen Anteil an der Wende. Auch wenn das Trio mittlerweile in anderen Funktionen am Start ist, es läuft bei den 05ern.

"Die Rückkehr zu alten Wurzeln ist immer gut. Man kann sich nur wünschen, dass es ähnlich erfolgreich läuft wie vor 20 Jahren und dass wir am Ende der Saison auf einem schönen Tabellenplatz landen und in der Liga bleiben", sagt Schmitt. Damals, 2001, gelang der Klassenerhalt auch erst nach einer Aufholjagd in der Rückrunde. Allerdings in der zweiten Liga.

Der Wunsch nach Derbys mit dem FCK

Was sich Andreas Schmitt auch wünscht, sind endlich wieder einmal Derbys mit dem 1. FC Kaiserslautern. Auch wenn das in absehbarer Zeit nicht danach aussieht, die Fan-Auseinandersetzungen hält er für dumm: "Normalerweise müssten beide Lager zusammenhalten und dafür sorgen, dass sich beide Mannschaften lange in der ersten Liga etablieren. Dann hätten wir zwei Derbys und es wäre eine gute Werbung für Rheinland Pfalz."

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