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Am 31. Oktober würde Fritz Walter seinen 100. Geburtstag feiern. 100 Jahre - 100 Tage je eine Geschichte über den großartigen Fußballer und Menschen. Mal kürzer, mal länger, aber immer spannend, interessant und manchmal überraschend.

Maramarossziget – so hieß der Ort in Rumänien, in dem Fritz Walter im Kriegsgefangenenlager saß und auf seinen Transport nach Russland warten sollte. In einem ersten Zug aus dem Lager nahe der Grenze zur Ukraine wurden 100 Gefangene in den sibirischen Gulag transportiert, Fritz Walter war die Nummer 101.

Der Fußball rettet Walters Leben

In Gefangenschaft schaut Walter zu, wie Wärter miteinander Fußballspielen. Lange tut er das aber nicht, schnell landet der Ball bei ihm – und das ist seine Chance: Nicht nur die Wärter sind begeistert, wie Fritz Walter mit dem Ball umgehen kann, auch der sowjetische Hauptmann Schukow, der selbst Fußballfan ist. Fritz Walters Glück!

Fritz Walter spielt fortan für die Mannschaft der russischen Offiziere – und führt sie gegen rumänische Teams von Sieg zu Sieg. Damit macht er sich nicht nur einen exzellenten Ruf, sondern rettet damit wohl sein Leben.

Als "Franzose" zurück in die Heimat

Der Lagerkommandant bewahrt Walter vor dem Abtransport und deklariert ihn als Franzosen, den er zurück in die Pfalz schickt. So kehrte Fritz Walter bereits am 28. Oktober 1945 nach Hause. Kurios: In diesem Lager trifft er auch noch seinen Bruder Ludwig, den er ebenfalls mit nach Hause nehmen darf.

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