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Am 31. Oktober würde Fritz Walter seinen 100. Geburtstag feiern: 100 Jahre - 100 Tage je eine Geschichte über den großartigen Fußballer und Menschen - mal kürzer, mal länger, aber immer spannend, interessant und manchmal auch überraschend.

Im Oktober 1959 spielt Deutschland gegen die Schweiz im Berner Wankdorf-Stadion – jener Ort, an dem Deutschland fünf Jahre zuvor zum ersten Mal Fußballweltmeister wurde. Und genau an diesem Tag im Oktober sollte Fritz Walter seinen endgültigen Abschied aus der Nationalelf geben. Eigentlich war er schon im Jahr davor aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. Sein letztes Spiel für Deutschland gab er im Halbfinale der WM 1958 gegen Gastgeber Schweden, bei dem er schwer verletzt vom Platz getragen werden musste.

 Bernhard Leonhardt (privat) (Foto: Bernhard Leonhardt (privat))
Trotz Rücktritts nochmal für die Nationalelf nominiert: Fritz Walter im Anzug vor dem Stadion in Bern. Verletzungsbedingt konnte er aber nicht spielen. Trotzdem schaute er zu. Bernhard Leonhardt (privat)

Das sollte nicht das letzte Spiel des Weltmeisterkapitäns gewesen sein, dachten sich Weggefährten und Fans Fritz Walters. Auch Sepp Herberger wollte seinen Fritz, seinen Kapitän, nochmal im Nationaldress spielen sehen und nominierte ihn für das Testspiel gegen die Eidgenossen. Doch daraus wurde nichts. Die Herberger-Truppe gewann 4:0, aber ohne Fritz Walter, der wegen einer Verletzung nicht spielen konnte. Also verfolgte er sein eigentliches Abschiedsspiel von der Bank aus. Somit blieb es bei 61 Länderspielen für Fritz Walter, in denen er insgesamt 33 Tore erzielte.

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