Mainz gegen Freiburg (Foto: imago images, Es ist das Topspiel des Spieltags: Mainz als vierter gegen den fünften Freiburg. Grund genug für uns mit den beiden Sportchefs über Gründe, Bodenhaftung und Erwartungen zu sprechen. Freiburgs Klemens Hartenbach und Martin Schmidt haben sich vor der Sendung Zeit für SWR 1 Stadion genommen und ich habe erstmal den Freiburger Sportchef gefragt, was ihn an Mainz gerade beeindruckt:   UEs ist das Topspiel des Spieltags: Mainz als vierter gegen den fünften Freiburg. Grund genug für uns mit den beiden Sportchefs über Gründe, Bodenhaftung und Erwartungen zu sprechen. Freiburgs Klemens Hartenbach und Martin Schmidt haben sich vor der Sendung Zeit für SWR 1 Stadion genommen und ich habe erstmal den Freiburger Sportchef gefragt, was ihn an Mainz gerade beeindruckt:   IMAGO IMAGES )

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Mainz gegen Freiburg: Großer Respekt, große Vorfreude

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Es ist das Spitzenspiel des 5. Spieltags: Mainz gegen Freiburg. Für die Macher selbst ist es ein Duell zweier Klubs, die sich sehr schätzen. SWR Sport hat mit den Sportchefs Martin Schmidt und Klemens Hartenbach gesprochen.

Wer die Verantwortlichen der beiden Klubs mit dem Wort "Spitzenspiel" konfrontiert, erntet ein gequältes Lächeln. "Ich musste erstmal überlegen, ob wir Dritter gegen Vierter oder Vierter gegen Fünfter spielen", sagt Martin Schmidt mit Blick auf die Tabelle. "Und ob wir jetzt Vierter oder Freiburg oder umgekehrt ist." Was der Mainzer Sportchef damit sagen will: "Die Tabelle zählt für mich am 34. Spieltag." Im gemeinsamen SWR-Interview pflichtet ihm sein Freiburger Kollege Klemens Hartenbach sofort bei: "Wenn wir mal frühzeitig 20 Punkte haben und ich das Gefühl habe, wir sind im Flow, dann guck ich mal auf die Tabelle, aber jetzt doch nicht!"

Großer Respekt, große Gemeinsamkeiten

Es ist nicht die einzige Gemeinsamkeit der beiden Klubs. Spitzenspiel - das ist was für andere. Auch da herrscht Einigkeit. "In einem guten Jahr kann es mal einen Ausreißer nach oben geben, das haben wir beide schon erlebt", sagt der Freiburger Hartenbach und spricht damit an, dass beide Teams in der Vergangenheit auch mal im Europapokal dabei waren. "Aber wir gehören halt beide zu den Vereinen, die ruck-zuck zu den Mannschaften gehören, die um den Klassenerhalt fighten, wenn es mal nicht so läuft." Wenn Klemens Hartenbach das sagt, nickt sein Mainzer Kollege zustimmend. "Der Klemens bringt es auf den Punkt", bestätigt Schmidt auch noch verbal und fügt an: "Aber damit gehen beide Vereine sehr gut um." Diesmal kommt das Kopfnicken aus Freiburg.

Wenn Mainz und Freiburg aufeinander treffen, dann ist das für Martin Schmidt ein besonderes Spiel, egal wer gerade auf welchem Tabellenplatz steht:

"Es geht ein bisschen um die Hierarchie im Süden und es geht um zwei Fußball-Ausbildungszentren gegeneinander."

Kleines Budget, große Identität

Beide Vereine setzen auf eigene Talente. Einerseits fehlt das große Budget, andererseits ist da der Faktor "Identität". Darauf sind sie stolz, in Mainz wie in Freiburg. Jonathan Burkardt (21) lebt das gerade bei den 05ern vor, in Freiburg spielten sich zuletzt Kevin Schade (18) und Noah Weißhaupt (19) in den Fokus. Noch so ein Grund, jetzt nicht abzuheben, sondern sich weiter zu entwickeln: "Die Identität ist halt größer mit Spielern aus der eigenen Nachwuchsabteilung", sagt Hartenbach und erklärt die Low-Budget-Linie etwas ausführlicher: "Vielleicht am Anfang zehn Prozent Qualität weniger mit einem eigenen Spieler in Kauf nehmen, aber über die Dauer überholt er mit der Einstellung und Identität einen, den man für viel Geld extern geholt hat." Wenig verwunderlich: auch hier absolute Einigkeit.

Bei aller Einigkeit und bei allen Gemeinsamkeiten: Es steht ein Bundesligaspiel bevor. Eng und umkämpft war es zuletzt immer. "Die Anspannung ist hoch, vor allem in der Kabine", beschreibt Martin Schmidt die Stimmung vor dem Spitzenspiel, das für die Beiden gar keins ist.

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