Der SC Freiburg feiert in der Frauen-Bundesliga vor mehr als 20.000 Zuschauern den 2:1 Siegtreffer (Foto: IMAGO, Imago/foto2press)

Frauenfußball | Bundesliga

Ein Fan-Beben ist erwünscht: Der SC Freiburg freut sich auf viele Emotionen im Dreisamstadion

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Detlev Lindner

Fast 18 Millionen Zuschauer sahen diesen Sommer das EM-Endspiel der Frauen im Ersten. Ein neuer Rekord . Deutschland verlor dramatisch gegen England. Die Wahrnehmung des deutschen Frauen-Fußballs wurde auf ein neues Level gehoben. Gut auch für den SC Freiburg.

Das war am 8. Bundesliga-Spieltag ein außergewöhnliches Erlebnis für die Freiburger Frauen. Vor mehr als 20.000 Zuschauern spielte der Sportclub bei Werder Bremen. Die Kulisse, die Stimmung, der Erfolg. Es passte: Freiburg gewann mit 2:1. Gespielt wurde ausnahmsweise im großen Weserstadion. Ein echtes Ereignis! Toppen werden die Freiburgerinnen das wohl an diesem 9. Spieltag nicht. Da geht es im Dreisamstadion gegen den MSV Duisburg.

Mehr Zuschauer

"Wir hoffen, dass gegen Duisburg (Samstag, 3.12., 16 Uhr) 3.000 Fans kommen. Das ist unser Minimalziel", beschreibt Pressesprecher Niklas Batsch gegenüber SWR Sport die Erwartungshaltung. Das hört sich erst einmal extrem schlank an, ist es aber gar nicht. Denn: Letzte Saison fanden sich höchstens jeweils 800 Zuschauer zu Heimspielen ein. Nach der EM sind es schon 20.00 pro Spiel. Wenn jetzt in der Partie Freiburg gegen Duisburg im Duell der Tabellennachbarn der 5. auf den 6. trifft, haben wir es auch nicht unbedingt mit einem Topspiel zu tun. Und dennoch rühren einige Ultra-Gruppen die Werbetrommel. Die Lust auf das echte Fußball-Feeling im Stadion groß. Die WM ist weit weg. Mit den Ultras kommen die Fangesänge, die Emotionen, vielleicht auch die Choreographien. Keine Normalität für die Freiburgerinnen.

Mehr Highlightspiele

Nach der Europameisterschaft in England, gibt sich die Frauen-Bundesliga selbstbewusster. Highlightspiele in großen Arenen werden angeboten. Und die Fans gehen drauf ein. Frankfurt gegen Bayern sahen 21.000, Wolfsburg gegen Bayern 15.000 und zur Begegnung Hoffenheim gegen Wolfsburg kamen immerhin noch 10.000 Zuschauer. Mit Hilfe von Werbung, Plakataktionen und gutem Fußball, wird aus Normalität ein Ereignis.

Die großen Drei

Noch hat Freiburg nicht die Zugkraft der Aushängeschilder Wolfsburg, Frankfurt und Bayern. Dafür spielen die Freiburger Frauen seit einem Jahr ständig im kultigen Dreisamstadion. So auch im letzten Heimspiel des Jahres gegen Duisburg. Die Freiburger Besonderheit: Der Vorverkauf läuft meistens schleppend an. "Die meisten Tickets werden erst zwei oder drei Tage vor dem Spiel gekauft, oder dann an der Tageskasse," beschreibt Pressemann Niklas Batsch das Kaufverhalten der Freiburg-Anhänger.

Einen Kaufanschub für die Duisburg-Begegnung gibt es auch: Rund um das Spiel ist ein Rahmenprogramm mit weihnachtlichem Duft, Nikolausmützen, Glühwein und der Mannschaft des SC Freiburg vorgesehen, die für Fotos und Autogramme bereitsteht. Das letzte Spiel vor der Winterpause bestreitet der Sportclub eine Woche später in Köln.

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Detlev Lindner

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