Fabienne Michel, Schiedsrichterin (Foto: IMAGO, Pressefoto Baumann)

Fussball | Frauen

Mainzerin leitet DFB-Pokalfinale: "Highlight meiner Laufbahn"

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AUTOR/IN
David Luding

Am Donnerstagnachmittag stehen sich der SC Freiburg und der VfL Wolfsburg im DFB-Pokalfinale der Frauen gegenüber. Schiedsrichterin ist die Mainzerin Fabienne Michel.

Mehr als 40.000 Tickets wurden bereits für das DFB-Pokalfinale der Frauen in Köln verkauft, Millionen von Zuschauerinnen und Zuschauern werden die Partie im Fernsehen (ab 16:30 Uhr live in der ARD) verfolgen. "Am meisten freue ich mich auf das Spiel und die Kulisse", sagt Fabienne Michel in einem DFB-Interview mit Blick auf ihre Pokalreise nach Köln. Für die 28-jährige Schiedsrichterin aus Mainz sei es eine große Ehre das Finale leiten zu dürfen: "Ich freue mich riesig über die Ansetzung. Das ist ein absolutes Highlight in meiner Laufbahn als Schiedsrichterin und eine große Auszeichnung."

Fabienne Michel - die erste Schiedsrichterin, die ein Spiel mit VAR leitet

Seit sechs Jahren leitet Fabienne Michel Spiele in der Bundesliga, seit letztem Jahr ist die Studentin international im Einsatz. Als FIFA-Schiedsrichterin hat die 28-Jährige auch kürzlich eine intensive VAR-Schulung durchlaufen. Nicht ganz unwichtig, denn das Team um die Mainzerin wird in Köln das erste weibliche Gespann in Deutschland sein, das ein Pokalfinale mit Videoschiedsrichter leiten wird. "Der Einsatz des VAR bei diesem Spiel ist ein weiterer Schritt zur Professionalisierung des Frauenfußballs", sagt Christine Baitinger, sportliche Leiterin der Schiedsrichterinnen. Zudem kann im Pokalfinale die Torlinien-Technik genutzt werden.

Michel, die für den TSV Gau Odernheim aus Rheinhessen pfeift, hat bereits als 13-Jährige mit der Schiedsrichterei angefangen. "Ich mag es, Teil des Spiels zu sein und Entscheidungen zu treffen", sagt Michel und ergänzt: "Das Gefühl, dass man zu einem guten Spiel in einem fairen Rahmen beigetragen hat, ist einfach schön." Durch die Tätigkeit als Schiedsrichterin habe sie viele Fähigkeiten in Sachen Kommunikation und Teamarbeit erlernt.

Nominierung als Wertschätzung für gute Leistungen

Besonders gefreut habe sich Michel über die Teamzusammensetzung. Ihre Assistentinnen im Pokalfinale sind Sina Diekmann aus Essen und Melissa Joos aus Leinfelden-Echterdingen. "Die Nominierung ist Wertschätzung für die Arbeit, die wir in den vergangenen Jahren geleistet haben", sagt die Mainzerin, die bisher 50 Spiele in der Frauenbundesliga geleitet hat. Das Pokalfinale ist in Deutschland das wohl prestigeträchtigste Spiel einer Frauenfußball-Saison und wird in diesem Jahr vor einer Rekordkulisse ausgetragen. Auch wenn es beim Einlaufen zu einem "kleinen Gänsehautmoment" kommt, wird Fabienne Michel während der 90 Minuten voll fokussiert sein: "Sobald der Ball dann rollt, werde ich das vermutlich kaum noch wahrnehmen, weil wir dann einfach zu sehr auf das Spiel konzentriert sind und wie in einer Art Tunnel die Atmosphäre ausblenden."

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David Luding

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