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Am kommenden Sonntag spielt die TSG Hoffenheim ihr letztes Saisonspiel gegen den Tabellenletzten MSV Duisburg. Schon jetzt blickt die Mannschaft auf eine sehr erfolgreiche Saison in der Frauen-Bundesliga zurück.

Erstmals spielen die Fußballerinnen der TSG Hoffenheim in der kommenden Saison international. Dass das Team von Trainer Gabor Gallai die Saison auf dem dritten Tabellenplatz abschließt und sich damit für die Champions League qualifiziert, gilt schon vor dem letzten Saisonspiel als sicher. "Natürlich ist man da stolz wie Oscar, das ist klar", sagt der Trainer im SWR Sport-Interview.

Teamgeist und Bodenständigkeit

Den Grund für den Erfolg in dieser Saison sieht der Trainer unter anderem darin, dass die Spielerinnen als Mannschaft über Jahre zusammengewachsen sind: "Gerade am Anfang, wo es nicht so flüssig gelaufen ist, mussten wir gegen viele Widerstände ankämpfen und da hat man dann einfach gemerkt, dass da eine Mannschaft zusammengewachsen ist über die letzten zwei drei Jahre und ich glaube, das ist schon auch ein großer Fakt, warum wir jetzt da stehen, wo wir sind."

Der Teamgeist und die Freude ist auch in der letzten Trainingswoche zu spüren. Genauso aber auch die Erleichterung, das ehrgeizige Saisonziel, Platz drei, gegen Mannschaften wie Turbine Potsdam verteidigt zu haben. "Die Erleichterung war natürlich groß als wir die drei Punkte gegen Freiburg geholt haben. Aber so richtig glauben kann man es wahrscheinlich erst, wenn man das Ziel fix erreicht hat", sagt Stürmerin Nicole Billa. Sie ist mit 21 Toren bislang die erfolgreichste Torschützin der Liga.

Mit ihrer coolen und bodenständigen Art verkörpert sie einen weiteren Erfolgsfaktor der Kraichgauerinnen - nicht abheben, auch wenn es gut läuft. Die Eigenschaft schätzt auch der Trainer an seinen Spielerinnen: "Die Mädels sind wirklich sehr bodenständig, muss man schon sagen", so Gabor Gallei. Er müsse sie manchmal rütteln und dann auch sagen, wie gut sie eigentlich sind.

Abgänge im Sommer

Drei A-Nationalspielerinnen werden nach der Saison die TSG allerdings verlassen. Lena Lattwein und Tabea Waßmuth in Richtung VfL Wolfsburg und Maximiliane Rall in Richtung FC Bayern München. "Wir wecken natürlich auch Begehrlichkeiten mit unseren Spielerinnen, das ist klar, dass sich Bayern, Wolfsburg auch andere Vereine für unsere Spielerinnen interessieren. Wir versuchen das zu kompensieren so gut es geht." So ein kleiner Umbruch sei auch eine Möglichkeit für Neues, so Gabor Gallai. "Deswegen ist es ein lachendes und ein weinendes Auge - ganz klar, natürlich hätten wir alle Spielerinnen sehr gerne behalten."

Neuer Spielmodus in der CL

Ab dem Sommer findet die Champions League in veränderter Form statt. Teil der reformierten Königsklasse ist, dass die TSG als drittplatzierte Mannschaft der Bundesliga zunächst zwei Qualifikationsrunden bestreiten muss, um in die Gruppenphase des Wettbewerbs einzuziehen.

Mit Blick auf die kommende Saison und die zusätzliche Aufgabe auf der internationalen Bühne sagt der Coach: "Wir versuchen, den Kader dementsprechend groß zu gestalten, dass wir auch in den anderen Wettbewerben nicht nachlassen. Wir wollen auch nächstes Jahr den dritten Platz wieder verteidigen, wir wollen im DFB-Pokal weit kommen, und dementsprechend ist es wichtig, dass wir den Kader qualitativ erweitern und dann müssen wir gucken. Also learning by doing würde ich mal sagen."

Abschlussparty im Bus

Jetzt liegt der Fokus aber erstmal auf dem letzten Saisonspiel, denn die TSG wäre nicht die TSG, wenn sie nicht auch dieses Spiel nochmal voller Konzentration und Ehrgeiz angehen würde. Und danach? Maximiliane Rall hat einen Plan für die Rückfahrt von Duisburg: "So eine Busfahrt bietet sich an, unser Busfahrer ist da auch immer ganz vorne mit dabei, macht die Musik dann laut und dann wird auf jeden Fall gefeiert."

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