Theresa Merk trägt dunkle Trainingskleidung und schaut nach rechts. Vor ihr liegt ein Ball. (Foto: IMAGO, foto2press)

Frauenfußball | SC Freiburg

Theresa Merk und der SC Freiburg sind ein starkes Team

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Joel Lischka

Der SC Freiburg belegt zur Winterpause den vierten Platz in der Frauen-Bundesliga. SWR Sport sprach mit der Trainerin Theresa Merk über die erste Saisonhälfte und die Ziele für die Rückrunde.

Zehn Spiele, sechs Siege, ein Unentschieden bei drei Niederlagen macht 19 Punkte auf dem Konto. Die Frauen des SC Freiburg haben eine starke erste Saisonhälfte gespielt. Sie liegen auf Platz vier. Der Abstand zu einem Qualifikationsplatz für die Champions League beträgt nur vier Punkte. Dort steht aktuell Eintracht Frankfurt.

Merk ist "sehr stolz" auf ihr Team

Seit dieser Spielzeit trainiert Theresa Merk die Freiburgerinnen. Die 33-Jährige kam im Sommer vom Frauenteam der Grasshoppers Zürich in den Breisgau. Die Ravensburgerin zeigt sich sehr zufrieden mit den bisherigen Leistungen: "Die Hinrunde verlief für uns bisher auf jeden Fall super."

Bezogen auf den größeren personellen Umbruch im Sommer ist Merk angetan von ihrem Team. "Ich bin auch sehr, sehr stolz auf die Mannschaft, weil im Sommer für uns viele Veränderungen anstanden."

Auch das Trainerteam beim SCF hat sich "neu zusammengesetzt". Deshalb mussten sich die Spielerinnen zunächst auf "viel neuen Input" einstellen. Ihre Fußballerinnen haben das aber sehr schnell umgesetzt.

Umzug ins Dreisamstadion

In dieser Saison haben die Freiburgerinnen eine neue Spielstätte: "Mit dem Umzug ins Dreisamstadion hat sich für uns schon vieles verändert. Die verbesserten Rahmenbedingungen sind für uns elementar in der Arbeit. Die Mädels können jetzt wirklich als Profi-Mannschaft arbeiten." Das bezieht sich sowohl auf das Trainingsgelände als auch auf den Physio- und Kraftbereich.

Die Wahrnehmung des Frauenfußballs hat sich in den letzten Jahren und Monaten geändert. Das Finale der Europameisterschaft in diesem Jahr verfolgten in Deutschland fast 18 Millionen Zuschauer. Die Weltmeisterschaft in Katar fand weniger Anklang bei der Bevölkerung.

Es entstand ein Fußball-Vakuum, in dem die Frauen-Bundesliga noch mehr Aufmerksamkeit bekam: "Für den Moment hat der Frauenfußball auf jeden Fall genutzt", hält Merk fest. "Ich würde mir natürlich wünschen, dass es etwas Nachhaltiges ist, weil ich glaube, dass unglaublich viel Potenzial in dem Ganzen steckt."

Janina Minge als Torjägerin

Ihr Potenzial gezeigt hat auch Janina Minge. Die Mittelfeldspielerin führt gemeinsam mit Ewa Pajor vom VfL Wolfsburg die Torschützenliste der Bundesliga an. Acht Treffer gelangen der 23-Jährigen bereits.

Auf die Frage, was sie dazu beigetragen habe, antwortet Merk: "Mein Anteil daran ist, dass sie auf einer offensiveren Position spielt, wie zu Anfang der Saison. Dass sie so viele Tore schießt, ist etwas, dass sie sich aktiv vorgenommen hat." Minge wolle aus der zentralen Position auch torgefährlich sein. Trainerin Theresa Merk freut sich sehr darüber, "dass es gerade so gut läuft für sie". Davon profitiere auch das Team.

Weihnachten und Merks Ziele für die Rückrunde

Die anstehenden Feiertage verbringt Merk mit ihrer Familie. "Weihnachten wird zu Hause verbracht. Das ist etwas, was ich gerne mache, weil es schön ist, alle wiederzusehen und dort versucht man, so viel Entspannung wie möglich zu finden." Außerdem plant Theresa Merk noch einen Ski-Urlaub, bevor es wieder losgeht beim SCF.

Am 5. Januar beginnen die Freiburgerinnen mit Leistungsdiagnostik-Test. Das Trainerteam werden sich vermutlich früher treffen, um alles inhaltlich vorzubereiten. "Verbesserungspotenzial und Luft nach oben haben wir noch überall", erkennt Merk.

"Es geht einfach, darum jeden Tag hart zu arbeiten und jeden Tag zu versuchen, alles auf ein noch besseres Level zu bringen." Merk gibt auch einen Ausblick und die Ziele für die Rückrunde: "Dann versuchen wir die Rückserie genauso erfolgreich zu bestreiten und hoffentlich den ein oder anderen Punkt mehr zu holen, um auch die Tabellenplätze anzugreifen, wo wir gerade unterwegs sind."

Den ersten Angriff setzen können sie dann am ersten Februar-Wochenende 2023. Da beschließen die Freiburgerinnen die Hinrunde formell gegen den Liga-Primus VfL Wolfsburg.

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Joel Lischka

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