Kampf um den Ball Carolin Simon (FC Bayern Muenchen Frauen, 30) gegen Lisa Kolb (SC Freiburg Frauen, 18)  (Foto: IMAGO, IMAGO / Eibner)

Fußball | Frauen-Bundesliga

Offensivschwache Freiburgerinnen unterliegen dem FCB

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Martin Bromber

Im Spitzenspiel der Frauen-Bundesliga verlor der SC Freiburg im heimischen Dreisamstadion am siebten Spieltag deutlich mit 0:3 gegen den FC Bayern München.

Die Gästinnen aus München versuchten direkt, die Kontrolle des Spiels zu übernehmen und drückten die Freiburgerinnen in die eigene Spielhälfte zurück. Auch den ersten Torabschluss konnte der FCB für sich verbuchen. Maximiliane Rall zog aus 16 Metern ab. Der Schuss war allerdings zu schwach und kein Problem für SC-Keeperin Rafaela Borggräfe (4. Minute).

Schüller mit der kalten Dusche für Freiburg

Fünf Minuten später hatten dann auch die Gastgeberinnen ihre erste Tormöglichkeit. Nach einer Freistoßflanke von Hasret Kayikci kam Janina Minge völlig frei aus rund 13 Metern zum Abschluss. Der Ball ging jedoch links am Tor vorbei (9.). Die Freiburgerinnen konzentrierten sich anschließend mehr auf die Defensive und boten den energischen Müncherinnen Paroli. Bis zur 21. Spielminute: Nach einer Ecke von Carolin Simon konnte sich Lea Schüller gegen die Freiburger Deckung durchsetzten und zum 0:1 einköpfen.

Freiburger Offensive passiv

Die Gäste bestimmten weiterhin Partie, von der Freiburger Offensive, mit 19 Toren die treffsicherste der Liga, war sehr wenig zu sehen. Vielmehr hatten die Isarstädterinnen noch mehrere gut Möglichkeiten, ihre Führung auszubauen. Doch sowohl Linda Dallmann (33.), als auch Klara Bühl (35.) scheiterten aus der Distanz an SC-Keeperin Borggräfe. Fünf Minuten vor der Pause war es erneut Dallmann, deren Schuss Borggräfe vor die Füße der heraneilenden Rall abwehrte. Deren Schuss wurde von Freiburgs Steinert auf der Linie geklärt und so ging es mit 0:1 aus Sicht der Breisgauerinnen in die Pause.

Freibrug kommt besser in den zweiten Durchgang

Die Freiburger kamen deutlich offensiver eingestellt und mit mehr Mut aus der Halbzeitpause. Hoffmanns Hereingabe konnte Münchens Glódís Viggósdóttir gerade noch vor der einschubbereiten Lisa Kolb zur Ecke klären (48.). Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch beider Teams. In der 50. Spielminute klärte Bayern-Keeperin Maria Luisa Grohs eine hohe Bühl-Flanke erst im Nachfassen. Drei Minuten später traf Lea Schüller aus spitzem Winkel den Posten des SC-Tors (53.). Ralls Schuss aus etwa elf Metern ging hingegen über das Gehäuse der Breisgauerinnen.

Viggósdóttir und Zadrazil sorgen für die Entscheidung

Besser machte es Viggósdóttir. Nach einer halbhohen Ecke von Simon hielt die Isländerin gedankenschnell ihren Kopf hin und traf für die Müncherinnen zum 0:2 (63.). Von den Freiburger Offensivbemühungen war nichts mehr zu sehen. Die Gäste erspielten sich Chance um Chance. Während ein Schuss von Franziska Kett aus 18 Metern das SC-Tor knapp verfehlte (69.), schloss Sarah Zadrazil eine sehenswerte Kombination der Münchnerinnen zum vorentscheidenden 0:3 ab (70.). Danach flachte die Partie etwas ab. Die Bayern attackierten das Freiburger Tor nicht mehr ganz so aktiv und überließen den Breisgauerinnen etwas mehr Räume im Mittelfeld. Ein Treffer gelang allerdings nicht mehr.

Nächste Bundesliga-Partie in Bremen

Durch den Sieg der Hoffenheimerinnen gegen Leverkusen am Freitagebend rutschen die Freiburgerinnen in der Tabelle auf Platz fünf ab. Nach dem Pokalspiel gegen den SV Meppen (20.11., 13:00 Uhr) geht es für die Breisgauerinnen nach Bremen zum SV Werder (26.11., 16:00 Uhr).

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