Ereleta Memeti (TSG Hoffenheim 23) am Ball (Foto: IMAGO, IMAGO / Eibner)

Fußball | Frauen-Bundesliga

TSG-Frauen triumphieren gegen Leverkusen

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Martin Bromber

Die Frauen der TSG Hoffenheim gewinnen eine intensive Partie gegen Leverkusen und sichern sich wichtige Punkte im Kampf um einen Champions-League-Platz.

Im Duell der Tabellennachbarinnen aus Hoffenheim (fünfter Platz) und Leverkusen (sechster Platz) waren es die Gäste, die den ersten Torschuss verbuchen konnten: Leverkusens Freistoß von der linken Seite konnte die Hoffenheimer Keeperin Martina Tufeković klären (2. Minute). Im direkten Gegenzug dann die erste sehenswerte Aktion der Hoffenheimerinnen. Ereleta Memeti hatte nach guter Kombination viel Platz auf der linken Seite. Ihre Hereingabe wurde aber aufgrund einer Abseitsposition abgepfiffen (3.). Die Gäste versuchten in der Anfangsphase die Hoffenheimerinnen früh unter Druck zu setzen und pressten bereits ab dem gegnerischen Sechzehnmeterraum. So gelangen einige Ballgewinne, die die Leverkusenerinnen allerdings nicht präzise abschließen konnten. Nach gut zehn Minuten gelang es den Hoffenheimerinnen nach eigenem Ballgewinn schnell umzuschalten und die Leverkusener Abwehrkette zu überspielen. Gia Corley lupfte den Ball von Nicole Billa, alleine vor dem Tor stehend, über Leverkusens Torhüterin Friederike Repohl zum 1:0 ins Netz (12.).

Memeti erhöht

Die Gäste versuchten anschließend etwas mehr Spielkontrolle zu bekommen, wurden aber immer wieder vom präzisen Umschaltspiel und den schnellen Kontern der Hoffenheimerinnen überrascht. So auch in der 22. Minute: Julia Hickelsberger eroberte, etwas robust, an der rechten Auslinie den Ball und fand, nach langem Sprint bis zum Strafraum, Ereleta Memeti. Die Kosovarin schob locker ein und belohnte sich für ihre bisher sehr auffällige Partie. Die Gäste ließen sich nicht aus dem Rhythmus bringen und kamen ihrerseits durch Arfaoui zu einer guten Tormöglichkeit. Tufeković konnte den Ball aus elf Metern sehenswert parieren (25.). Die Leverkusenerinnen versuchten weiterhin den Anschlusstreffer zu erzielen - allerdings mit weniger Risiko als zu Beginn der Partie. Die Gastgeberinnen hingegen intensivierten ihre Zweikämpfe im Mittelfeld und konnten den Druck gegen Ende des ersten Durchgangs weitestgehend vom eigenen Tor weghalten.

Intensiver Start in den zweiten Durchgang

Der zweite Durchgang begann wie der erste: Die wieder hoch pressenden Gästen aus Leverkusen erkämpften sich den Ball im Mittelfeld, aber die Hoffenheimerinnen hatten die hochkarätigeren Chancen. Doch sowohl Memeti als auch Corley fehlte das nötige Glück um die chaotische Situation in Leverkusens Defensive zur Entscheidung zu nutzen (50.). Auch Billa fehlten drei Minuten später, nach Hereingabe von Isabella Hartig nur wenige Zentimeter. Ihr
Ball ging knapp am Tor vorbei (53.).

Die Gäste gaben sich keineswegs geschlagen und hielten an ihrem System fest. Mit Erfolg. Elisa Senß schickte nach langer Ballstaffette Amira Arfaoui mit einem Traumpass in den Strafraum. Diese ließ Tufeković aussteigen und schob zum 1:2-Anschlusstreffer ein (61.). Hoffenheims Trainer Gabor Gallai reagierte auf die passive Phase seines Teams und wechselte dreifach. Für Memeti, Corley und Billa kamen Paulina Krumbiegel, Fabienne Dongus und die für die Landerspielreise nachnominierte Melissa Kössler (67.). Doch das nützte wenig. Die Gäste kamen nun immer besser in die Zweikämpfe und zwängen die Hoffenheimerinnen immer öfter in die eigene Hälfte. Sie drängten mit allen Mitteln auf den Ausgleich, doch im Abschluss fehlte weiterhin die entscheidende Präzision. So erhöhten die Gäste immer mehr das Risiko, wurden dafür aber nicht belohnt.

Die eingewechselte Vanessa Leimenstoll erzielte 145 Sekunden nach ihrer Einwechslung den Siegtreffer für die TSG (90.). Die Hoffenheimerinnen sicherten sich durch das 3:1 wichtige Punkte im Kampf um einen Champions-League Platz.

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Martin Bromber

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