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Der SV Waldhof Mannheim ist seiner Favoritenrolle im Finale um den Baden-Pokal gerecht geworden: Der Drittligist setzte sich mit 2:1 (2:0) gegen den Regionalligisten FC Astoria Walldorf durch.

Bei strahlendem Sonnenschein am Austragungsort in Pforzheim begann das Spiel um den Landespokal Baden mit Verzögerung: Das Tornetz hinter Waldhof-Keeper Timo Königsmann musste geflickt werden. So schoben sich die Spieler von Vorjahressieger SV Waldhof Mannheim und FC Astoria Walldorf den Ball hin und her, bis mit fünfminütiger Verspätung angepfiffen werden konnte.

Seegert köpft Waldhof in Führung

Mannheims Coach Patrick Glöckner bot gegen den Regionalligisten aus Walldorf seine beste Elf auf, auch Top-Torschütze Dominik Martinovic stürmte von Beginn an. Es war jedoch nicht Martinovic, sondern Team-Kollege Marcel Seegert, der in der 11. Minute das erste Ausrufezeichen setzte: Nach einer Freistoßflanke von Arianit Ferati köpfte der Kapitän den Ball wuchtig ins Tor. Der Favorit führte mit 1:0.

Der Außenseiter aus Walldorf ließ sich durch den Rückstand jedoch zunächst nicht irritieren, sondern hielt weiter gegen. So neutralisierten sich die Mannschaften im Mittelfeld, die großen Torchancen blieben aus.

Platzverweis für Walldorfs Hauk

Kurz vor der Halbzeitpause schwächte der FCA dann selbst: Erst kassierte Roman Hauk für eine Grätsche die gelbe Karte, foulte zwei Minuten später Max Christiansen und sah folgerichtig gelb-rot - Walldorf also für mehr als eine Halbzeit in Unterzahl. Walldorf-Coach Matthias Born sah zwar nach dem Spiel die beiden Karten als berechtigt an, war aber trotzdem nicht ganz glücklich mit der Entscheidung des Schiedsrichters: "Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl kann man auch beide Augen zudrücken in einem Pokalendspiel."

Und es kam noch schlimmer für Astoria: Anton Donkor passte von der linken Seite vor das Tor, wo Joseph Boyamba den Fuß hinhielt und die Waldhof-Führung auf 2:0 ausbaute (45.+1).

Waldhof verwaltet Führung nach der Pause

In der ersten Viertelstunde nach der Pause blieb das Spiel ereignisarm. Der Drittligist hatte gegen die zehn Walldörfer wenig Mühe, die 2:0-Führung zu halten. Christiansen und Boyamba hätten durch eine Doppelchance noch auf 3:0 erhöhen können, aber FCA-Torhüter Jan-Christoph Bartels hielt den Distanzschuss von Christiansen, Boyamba konnte den Abpraller nicht verwerten. Vom FCA kamen in der zweiten Hälfte nur wenige Impulse. Die Unterzahl war der Mannschaft von Trainer Matthias Born deutlich anzumerken.

Astoria-Anschlusstreffer kommt zu spät

Erst in der Nachspielzeit der Partie kam Walldorf nochmal vor das Waldhof-Tor und schaffte den 2:1-Anschlusstreffer. Andreas Schön beförderte eine halbhohe Flanke mit links ins Tor. Waldhof musste zittern, denn nach dem Anschluss gab es noch einen Freistoß für Astoria. Den Schuss entschärfte SVW-Keeper Königsmann aber mühelos. Somit blieb es beim 2:1 für den SV Waldhof Mannheim, der sich über das Erreichen der ersten DFB-Pokalrunde im August freuen kann.

Daran wollte SVW-Trainer Patrick Glöckner nach dem Spiel aber zunächst nicht denken: "Jetzt gilt erst einmal: Pause, abschalten. Es war wieder eine sehr lange Saison. Die Jungs müssen einfach mal durchschnaufen."

Zwei Verbandsligisten verzichteten auf Finale

Für das Halbfinale hatten sich neben Waldhof Mannheim und Astoria Walldorf auch die Verbandsligisten 1. FC Mühlhausen und ATSV Mutschelbach qualifiziert. Mühlhausen und Mutschelbach hatten wegen der Corona-Bestimmungen aber auf die Halbfinalspiele verzichtet, sodass das Finale im Baden-Pokal zwischen Mannheim und Walldorf ausgetragen wurde.

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