Hat auch in der Region Trier Fußball gespielt: Robin Koch (Foto: dpa Bildfunk, Robert Michael)

Fußball | EM 2021

Robin Koch: Von der Region Trier in die Fußball-Nationalmannschaft

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Zwölf Jahre lang hat Robin Koch in der Region Trier gespielt. Jetzt steht der Leeds-United-Verteidiger im Kader für die EM 2021.

Die Spieler des SV Eintracht 66 Dörbach im Salmtal bei Wittlich sind schon im totalen EM-Fieber. Nicht ohne Grund: Denn Robin Koch, einst Spieler beim SV Dörbach, ist nun im Kader der Fußball-Nationalmannschaft. 13 Jahre hatte Robin Koch in Salmtal gelebt, sechs davon in Dörbach Fußball gespielt.

Robin Koch als Kind beim SV Eintracht Dörbach (Foto: SV Eintracht 66 Dörbach)
Sechs Jahre spielte Robin Koch beim SV Eintracht 66 Dörbach. SV Eintracht 66 Dörbach Bild in Detailansicht öffnen
Robin Koch wechselte 2009 vom SV Eintracht 66 Dörbach zu Eintracht Trier und begann dort in der Jugend zu spielen. Eintracht Trier, Hans Krämer Bild in Detailansicht öffnen
Robin Koch bei einem Spiel in der Regionalliga Südwest gegen den KSV Hessen Kassel. Die Saison 2014/2015 war die Letzte für den SV Eintracht Trier, bevor er nach Kaiserslautern wechselte. In dieser Saison machte er 23 Spiele für die Eintracht. Anschließend wechselte er zum damaligen Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern. Imago Hartenfelser Bild in Detailansicht öffnen

Freundschaft mit Robin Koch seit 18 Jahren

Simon Berg kennt Robin Koch schon seit 18 Jahren. Die beiden haben von der zweiten bis zur zehnten Klasse zusammen die Schulbank gedrückt, sind durch dick und dünn gegangen. "Früher in der Schule haben sie uns scherzhaft "RoSi" genannt, die Kürzel für Robin und Simon", erzählt der 25-Jährige.

"Wir sind einfach alle unglaublich stolz auf ihn. Ich nochmal besonders, weil er mein bester Freund ist."

Simon Berg erinnert sich gerne an lustige Augenblicke mit dem Innenverteidiger. Ganz besonders daran, wie Robin Koch damals bei seinem Trainer bei Eintracht Trier einen Familienurlaub vorgegaukelt hatte, um dann mit Simon Berg und noch einem Kumpel einen Ausflug nach Lloret de Mar in Spanien zu machen. Das sei beim Trainer nicht so gut angekommen, meint der 25-Jährige.

Auch jetzt, wenn Robin Koch in England in der Premier League spielt oder - wie derzeit - mit der deutschen Nationalmannschaft unterwegs ist, haben die beiden regelmäßig Kontakt und tauschen sich aus.

"Robin weiß wo er herkommt. Ich glaube schon, dass Salmtal für ihn Heimat ist."

Die "Robin-Brille" bei der EM

Die Spieler des SV Eintracht 66 Dörbach schauen die Spiele der EM natürlich gemeinsam auf der Terrasse des Clubhauses an. Sie sind zuversichtlich, dass Robin Koch auch seine Einsätze bei der EM bekommen wird. Allerdings, so Simon Berg, schaue man die EM schon mit einer Art "Robin-Brille".

Im Clubhaus hängt ein eingerahmtes Trikot von Robin Koch. Das habe der Nationalspieler bei der U21-Nationalmannschaft getragen, erzählt Simon Berg stolz.

Damit Robin Koch weiß, dass sein Jugendverein hinter ihm steht, gibt es regelmäßig Botschaften aus der Heimat. Natürlich auch pünktlich zum EM-Start.

Sieben Jahre Erfahrung bei Eintracht Trier

Mit 13 Jahren wechselte Koch vom SV Eintracht 66 Dörbach zu Eintracht Trier. Dort spielte er sechs Jahre. Der Eintracht Trier-Spieler Robin Garnier hat mit Robin Koch in dessen letzter Saison 2014/2015 zusammen gespielt.

Mannschaftsfoto Eintracht Trier 20142015 (Foto: SV Eintracht-Trier 05 e.V. )
Robin Garnier (zweite Reihe, erster Spieler von links) und Robin Koch (letzte Reihe, dritter von rechts) spielten in der Saison 2014/2015 gemeinsam bei Eintracht Trier. SV Eintracht-Trier 05 e.V.

Lachend erzählt Robin Garnier, dass sie schon damals auf einer Mannschaftsfahrt darüber spekuliert haben, dass Robin Koch irgendwann in der deutschen Nationalmannschaft spielen werde.

"Auf der Mannschaftsfahrt sind wir Arm in Arm mit noch einem Mitspieler am Strand entlang gelaufen und haben gesungen: "Nationalspieler Robin Koch." Damals war Robin gerade 19."

Dass es dann wirklich geklappt hat und Robin Koch nun sogar bei der Europameisterschaft dabei ist, macht Robin Garnier und den Verein stolz.

Ein Spieler wie Robin Koch sei ein Vorbild für andere Spieler und würde zeigen, dass eben nicht unbedingt ein Nachwuchtsleistungszentrum bei einem Top-Club notwendig sei, um es im Fußball weit zu bringen.

Trier

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