Die VfB-Spieler Borna Sosa (links) und Hamadi Al Ghaddioui. (Foto: imago images, IMAGO / camera4+)

Fußball | DFB-Pokal

VfB beim BFC Dynamo: Stolzer Sosa, zufriedener Matarazzo

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Der VfB Stuttgart hat die erste Pokalrunde souverän überstanden - trotz vieler fehlender Spieler. Trainer Pellegrino Matarazzo war nach dem 6:0 (2:0) vor allem vom Angriffsspiel angetan.

Dass Borna Sosa Flanken schlagen kann, war auch schon vor dem Pokalspiel gegen den BFC Dynamo bekannt. In der zurückliegenden Saison hatte der Deutsch-Kroate mit seinem linken Fuß am liebsten den österreichischen Torjäger Sasa Kalajdzic bedient. Flanke Sosa, Kopfball Kalajdzic - ein typisches Muster des VfB.

Gegen die Berliner war Kalajdzic nicht im Kader, sondern in Quarantäne. Und so legte Sosa für Hamadi Al Ghaddioui auf, der ins Team rückte. Flanke Sosa, Kopfball Al Ghaddiou - 1:0 für den VfB nach 26 Minuten. "Man hat gesehen, dass in unserem Angriffsspiel die Abläufe stimmen und wir auf einem guten Weg sind", sagte VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo. Es ist eine Erkenntnis aus dem Duell mit dem Regionalligisten.

Sosa kann auch Tore schießen

Eine zweite ist, dass Sosa nicht nur flanken, sondern auch selbst Tore schießen kann. Das war vor dem Spiel in Berlin nicht jedem bewusst. In mehr als 50 Spielen für den VfB hatte er erst einmal getroffen. Bei einem 1:1 in Darmstadt, 45. Minute, noch in der 2. Bundesliga. Diesmal war es wieder kurz vor der Pause. Ausnahmsweise schlug nicht Sosa eine Flanke, sondern Roberto Massimo. Sosa brachte sich unterdessen im Strafraum in Stellung und zog volley ab. Später sagte er: "Nach diesem Erfolg, meinem Tor und meinem Assist freue ich mich jetzt umso mehr auf die neue Bundesligasaison. Ich hoffe, dass der heutige Tag ein gutes Vorzeichen für die Saison ist."

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VfB muss auf zahlreiche Spieler verzichten

Die Startelf, die Pellegrino Matarazzo auf den Platz schickte - oder besser gesagt schicken musste - wird nicht viel mit der zu tun haben, die in der neuen Spielzeit die Klasse halten möchte. Auf zahlreiche Akteure musste der Trainer verzichten. Neben Kalajdzic auch auf Schlüsselspieler wie Orel Mangala, Silas Katompa Mvumpa, Kapitän Wataru Endo und Abwehrchef Waldemar Anton. Deshalb führte Sosa die Mannschaft als Spielführer auf den Platz.

"Ich bin sehr glücklich, dass wir 6:0 gewonnen haben, weil es sehr wichtig ist, mit einem guten Gefühl in die Saison zu gehen - und weil wir natürlich dadurch eine Runde weitergekommen sind. Zudem bin ich glücklich und stolz, zum ersten Mal der Kapitän eines so großen Clubs wie dem VfB zu sein - es ist mein viertes Jahr hier, das bedeutet mir viel."

Im Tor gab der Trainer Fabian Bredlow den Vorzug vor Florian Müller, der nach seiner Olympia-Teilnahme erst zu Wochenbeginn ins Mannschaftstraining eingestiegen war.

Zäher Beginn

Die Rumpfmannschaft des VfB tat sich gegen starke Berliner zunächst schwer. "Das Spiel war nicht so einfach wie es das Ergebnis vermuten lässt. Der BFC hat gezeigt, warum er in der Regionalliga an der Tabellenspitze steht. Es hat uns in der Anfangsphase ein Stück weit überrascht, dass das Team in der Defensive früh draufgegangen ist und im Angriff mutig mit dem Ball agieren wollte", sagte Matarazzo.

Drei Kopfballtore

Mit zunehmender Dauer bekam der VfB die Partie in den Griff. Nach Sosas 2:0 war das Spiel entschieden. Im zweiten Durchgang erhöhten Konstantinos Mavropanos (53.), Mateo Klimowicz (68.), Mohamed Sankoh (82.) und Darko Churlinov (88.). Drei der sechs VfB-Tore wurden mit dem Kopf erzielt.

"Jetzt haken wir dieses Spiel relativ schnell ab und legen den Fokus auf die Partie gegen Fürth. Berlin und Fürth sind zwei völlig verschiedene Gegner, daher werden es auch zwei völlig verschiedene Spiele sein", sagte Matarazzo. Dann wird der Trainer auch wieder auf mehr Spieler zurückgreifen können.

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