STAND
REDAKTEUR/IN

Der SSV Ulm 1846 hat die Chance auf eine Pokalsensation verpasst. Der Regionalligist musste sich gegen effektive Schalker mit 1:3 (0:1) geschlagen geben.

In der zweiten Runde des DFB-Pokals ist Außenseiter SSV Ulm 1846 an Bundesligist FC Schalke 04 gescheitert. Der Regionalligist verlor die Partie mit 1:3 (0:1) auf Schalke. Bereits vor dem Spiel hatte es Ulms Trainer Holger Bachthaler betont: "Wenn die Schalker ihre Leistung abrufen, werden sie ihrer Favoritenrolle gerecht." Und so kam es auch.

Am Ende eines komplett verkorksten Jahres sorgten Suat Serdar (27.) und zweimal Benito Raman (51./63.) am Dienstag für den erst vierten Pflichtspielsieg in 2020 der Schalker. Trainer-Altmeister Stevens verlässt die eine Halbzeit lang verunsichert wirkende Mannschaft nach seinem Zwei-Spiele-Intermezzo so zumindest mit einem Erfolgserlebnis.

Johannes Reichert (82.) erzielte beim Achtelfinal-Einzug der Schalker den Ehrentreffer. "Wir haben bis zur 94. Minute einen Riesenaufwand betrieben. Ich bin deshalb stolz auf die Mannschaft. Wir haben uns heute sehr gut verkauft. Leider haben wir recht früh das 0:1 kassiert. Schalke hat aber auch gezeigt, dass sie die Bundesliga-Mannschaft sind", so Ulms Trainer Holger Bachthaler nach der Partie.

Ulm attackierte Schalke früh

Ulm schlug sich wacker - 45 Minuten lang war kein Drei-Klassen-Unterschied gegen Schalke zu sehen. Der Sechste der Regionalliga Südwest attackierte die Schalker früh, so dass sich das Geschehen in der ersten Halbzeit viel mehr in der Hälfte des Bundesligisten abspielte. Nicolas Jann versuchte es von links aus spitzem Winkel, konnte Christian Fährmann im Schalke-Tor aber nicht überraschen (13.). Die Ulmer waren ebenbürtig in den Zweikämpfen und mutig im Spiel nach vorn, brachten allerdings bis zur Pause nichts wirklich Gefährliches im Abschluss zustande.

Anders die Gastgeber, die das Heimrecht mit Ulm getauscht hatten: Bei einem der ganz wenigen zielstrebigen Angriffe passte Linksverteidiger Bastian Oczipka zu Serdar, der aus rund 22 Metern mit einem noch ganz leicht abgefälschten Schuss ebenso sehenswert wie unhaltbar traf. Es war das erste Tor des 23-Jährigen seit dem 17. Januar, als er auch beim 2:0 gegen Borussia Mönchengladbach traf - dem einzigen Schalker Bundesliga-Sieg in diesem Jahr. Seitdem gab es 29 Liga-Partien nacheinander ohne Erfolg.

Die dem Spielverlauf nach eher unerwartete Führung gab jedoch keine Sicherheit, zumal Stevens die Mannschaft nach dem bitteren 0:1 gegen Bielefeld auf fünf Positionen veränderte. So fehlten unter anderen Kapitän Omar Mascarell und Nassim Boujellab verletzt. Die Ulmer, die 2018 im eigenen Stadion den damaligen Pokalsieger Eintracht Frankfurt überrascht hatten, versuchten weiter, erstmals seit 20 Jahren wieder die dritte Pokalrunde zu erreichen.

Robin Heußer prüfte Fährmann aus der Distanz (47.), ehe auch Schalke im Gegenzug mal wieder gefährlich vor dem Ulmer Tor auftauchte - zum ersten Mal seit dem 1:0. Als Ulms Torwart Maximilian Reule einen harten Fernschuss von Amine Harit nach vorn abprallen ließ, staubte Raman zum zweiten Treffer ab. Der zentrale Angreifer vollendete dann nach einer Balleroberung von Steven Skrzybski auch zum 3:0. Damit war die Entscheidung gefallen, befreit vom Druck zeigte Schalke nun auch spielerische Ansätze. Fährmann hielt sogar Reicherts Foulelfmeter, der Nachschuss saß aber.

STAND
REDAKTEUR/IN