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Matthias Ginter machte seine ersten Schritte beim SC Freiburg und landete dann über Borussia Dortmund bei Borussia Mönchengladbach. Am Mittwoch trifft er mit den Fohlen im DFB-Pokal-Achtelfinale auf den VfB Stuttgart.

Vor etwas mehr als zwei Wochen gab es bereits in der Bundesliga das Duell zwischen den Schwaben aus Stuttgart und den Fohlen aus Gladbach. Der VfB erzielte erst in der Nachspielzeit den 2:2-Ausgleich durch einen strittigen Elfmeter. Gladbachs Matthias Ginter ist rückblickend trotzdem zufrieden mit dem Punktgewinn: "Wir wussten davor schon, dass Stuttgart eine sehr, sehr gute Mannschaft hat und das haben sie gegen uns gezeigt. Ich glaube, dass sie über 90 Minuten in diesem Bundesligaspiel die etwas bessere Mannschaft waren. Wir haben trotzdem zweimal geführt und hätten mit ein bisschen mehr Glück den Sieg auch über die Zeit retten können. Aber ich glaube im Großen und Ganzen muss man schon sagen, dass Stuttgart ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht hat gegen uns", so der Innenverteidiger gegenüber SWR Sport.

Wiedererstarkte Schwaben treffen auf ungeschlagene Gladbacher

Am vergangenen Spieltag feierten die Stuttgarter beim 2:0-Erfolg gegen den 1. FSV Mainz 05 ihren ersten Heimsieg in dieser Saison. Damit befreiten sie sich aus der kleinen Ergebnis-Krise, nach drei sieglosen Partien in Folge. Diese hatte mit dem 2:2 gegen die Gladbacher begonnen. Wirkliche Schwächen sieht Matthias Ginter in der VfB-Mannschaft allerdings nicht: "Ich glaube, sie haben jetzt nicht so die eine Schwäche."

Der 27-Jährige weiß allerdings, dass die Stuttgarter immer "sehr aktiv sein" und "früh den Ball erobern" wollen. Im Spiel gegen seinen Ex-Klub, den SC Freiburg, hätten die Schwaben in der ersten Hälfte mit der Körperlichkeit Probleme gehabt. Trotzdem tut sich Ginter vor dem Pokalduell schwer, konkrete Schwächen bei den Schwaben auszumachen: "Ich finde sie sehr sehr komplett als Mannschaft, sehr spannend. Und deshalb ist es für uns eine schwierige Aufgabe." Die Borussen selbst sind in diesem Jahr nach vier Siegen und zwei Unentschieden allerdings noch ungeschlagen.

Matthias Ginter der Dauerbrenner

Großen Anteil daran hat auch Abwehrmann Matthias Ginter. Der 27-Jährige stand in dieser Saison in allen Pflichtspielen für die Borussia über 90 Minuten auf dem Platz. Beachtlich gerade deshalb, weil die Gladbacher neben der Bundesliga und dem DFB-Pokal auch noch in der Champions League vertreten sind. Hinzu kommen sechs Einsätze von Ginter für die deutsche Nationalmannschaft, für die er allerdings nicht immer durchspielte. Trotzdem zählt der gebürtige Freiburger mittlerweile auch im Team von Joachim Löw zu den Stammspielern.

Weltmeister und DFB-Pokalsieger

Bereits in jungen Jahren machte der Innenverteidiger auf sich aufmerksam. In seinem ersten Bundesligaspiel im Januar 2012 für den SC Freiburg erzielte er direkt das entscheidende Tor zum 1:0-Sieg über den FC Augsburg. Seine guten Leistungen belohnte der Bundestrainer im Jahr 2014 mit der Nominierung für die Weltmeisterschaft in Brasilien. Was dann passierte ist bekannt: Deutschland holte sich mit Matthias Ginter den Titel, auch wenn der damals 20-Jährige im Laufe des Turniers nicht einmal zum Einsatz kam. Nach der WM folgte dann der Wechsel zum Team von Borussia Dortmund, mit dem er 2017 DFB-Pokalsieger wurde. Nach dem Titelgewinn mit den Dortmundern schloss er sich Borussia Mönchengladbach an.

Matthias Ginter (rechts) und Mats Hummels halten den WM-Pokal in den Händen, nach dem gewonnen Finale 2014. (Foto: Imago, IMAGO / Ulmer/Teamfoto)
Matthias Ginter (rechts) und Mats Hummels nach dem 1:0-Sieg gegen Argentinien im WM-Finale 2014. Imago IMAGO / Ulmer/Teamfoto

Ginter traf im Pokal bereits dreimal auf den VfB Stuttgart

Matthias Ginter weiß also, wie man Titel gewinnt. Sollte Ginter am Mittwoch zu seinem 25. DFB-Pokalspiel kommen, dann wäre es gleichzeitig das vierte Mal, dass er in einer Runde des DFB-Pokals gegen den VfB Stuttgart spielt. Zweimal konnte er mit seinen Mannschaften dabei einen Sieg gegen die Schwaben einfahren, einmal setzte es allerdings eine empfindliche Niederlage. Als er 2013 noch für den SC Freiburg spielte, konnte auch er die 1:2-Halbfinalniederlage gegen die Stuttgarter nicht verhindern. Hinzu kommt, dass der VfB Stuttgart den SC Freiburg in dieser Saison in der zweiten Pokalrunde besiegte. Ginter dürfte also hochmotiviert in die Achtelfinal-Partie gegen den VfB Stuttgart gehen.

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