Kaiserslautern - Mainz (Foto: Imago, imago images / Jan Huebner)

DFB-Pokal Kaiserslautern bereitet Mainz DFB-Pokal-Hölle

Der Drittligist 1. FC Kaiserslautern hat die Überraschung geschafft und Bundesligist Mainz 05 mit 2:0 aus dem DFB-Pokal geworfen.

Von Beginn an wollten die Mainzer klar machen, dass hier nichts anbrennen würde, doch die Pfälzer hielten gut dagegen, und bis auf viel Mainzer Ballbesitz und den einen oder anderen ungefährlichen Abschluss ließen sie in der ersten Viertelstunde auch nicht viel zu. Die Nullfünfer wurden danach immer gefährlicher und Robin Quaison verpasste in der 19. Minute nach Flanke von U21-Europameister Aarón Martín aus fünf Metern das Tor nur knapp.

Von einem Klassenunterschied war bis zur Pause dann aber nichts mehr zu sehen, denn die Hausherren kamen immer besser ins Spiel. Mit zunehmender Dauer wurde die Partie etwas zerfahrener, doch keines der Teams konnte wirklich gefährlich werden. Somit ging es torlos in die Pause.

Ein Standard bringt die Entscheidung

Auch nach dem Seitenwechsel spielte der Drittligist auf Augenhöhe, doch Zwingendes suchte man bei beiden Teams vergebens. Und wenn ein Schuss aufs Tor kam, waren beide Keeper zuverlässig zur Stelle.

Der erste Treffer der Partie fiel dann bezeichnenderweise auch per Elfmeter: Timmy Thiele zog von links in den Strafraum und Stefan Bell traf ihn beim Schuss am Fuß - Elfmeter!

Beim Strafstoß durch Manfred Starke sprang Florian Müller im Mainzer Tor zwar in die richtige Ecke und erreichte den Ball auch, doch dieser hatte so viel Effet, dass er doch noch ins Tor trudelte. 1:0 für den FCK!

Bell muss verletzt raus

Kurz darauf musste Bell auch noch mit einer Achillessehnenverletzung ausgewechselt werden, die er sich bei der Aktion zugezogen hatte. "Wir haben noch keine genaue Diagnose, aber er hatte starke Schmerzen und konnte nicht mehr weiterspielen", sagte 05-Trainer Sandro Schwarz. "Wir müssen schauen, was bei der Untersuchung herauskommt."

Mainz zu passiv - Kaiserslautern legt nach

Wer jetzt mit einem Ansturm des Bundesligisten gerechnet hatte wurde enttäuscht. Trainer Sandro Schwarz brachte zwar Jonathan Burkhardt, doch die Pfälzer standen defensiv gut und ließen kaum etwas zu.

Der entscheidende Treffer fiel dann in der 90. Minute auf der Gegenseite und machte den Heimsieg der Pfälzer perfekt. Florian Pick nahm den Ball kurz vor dem Sechzehner an, wurde nicht entscheidend gestört und konnte frei vor Florian Müller zum 2:0 Endstand einschieben.

Damit schlug der Drittligist den Bundesligisten und fügte der Mainzer Pokalhistorie eine weitere peinliche Erstrunden-Niederlage hinzu.

Frust hier, Freude da

05-Kapitän Danny Latza war dann auch sichtlich bedient. "Eigentlich müssen wir zur Pause 3:0 führen. Dann geht das Spiel ganz anders aus", kritisierte Latza die mangelnde Chancenverwertung: "Ob Derby oder nicht, ist mir egal. Wir sind aus dem Pokal raus, das ist bitter."

Auf der anderen Seite kannte die Freude natürlich keine Grenzen. "So eine Atmosphäre habe ich hier schon lange nicht mehr erlebt", sagte FCK-Trainer Sascha Hildmann. "Dieser Erfolg gibt uns Kraft und ist Balsam für die Fan-Seele."

STAND