Ex-Nationalspieler Cacau (Foto: IMAGO, IMAGO / Martin Hoffmann)

Fußball

Cacau zu Rassismusvorfall: Spiele in Zukunft nicht sofort abbrechen

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Cacau, Ex-Nationalspieler und ehemaliger Stürmer des VfB Stuttgart, hat die schnelle Reaktion aller Beteiligten beim Abbruch des Drittligaspiels zwischen Duisburg und Osnabrück nach einem Rassismusvorfall gelobt.

Dennoch sollten nach Ansicht des ehemaligen Integrationsbeauftragten des Deutschen Fußball-Bundes in Zukunft Spiele nach solchen Vorfällen nicht erneut sofort abgebrochen werden. "Dadurch würde man einer einzigen Person eine Plattform bieten. Sie würden dann mit ihrer Aktion über tausend andere Zuschauer bestimmen. Am Ende wollen wir Fußball sehen. Wir wollen zusammen für den Sport stehen", sagte Cacau im Gespräch mit "Spox" und "Goal" (Dienstag).

Cacau: Reaktion des Schiedsrichters war richtig

Am Sonntag sei es eine besondere Situation gewesen, "weil das Opfer dadurch sehr betroffen war und nicht weiterspielen konnte. Für die Zukunft muss man von Fall zu Fall neu beurteilen", sagte Cacau. Er sei froh, wie der Schiedsrichter mit den Spielern umgegangen sei und wie die Fans und Vereine auf die Situation reagierten. "Ich fand es gut, dass der Schiedsrichter im Sinne des Opfers gehandelt hat. Das heißt, wenn der Spieler sich dadurch so schlecht fühlt, dass er nicht mehr weiterspielen kann, dann war die Reaktion des Schiedsrichters richtig", sagte der gebürtige Brasilianer, der in 346 Pflichtspielen für den VfB Stuttgart 109 Tore schoss. Im SWR-Interview sprach Cacau davon, dass die Verantwortlichen "vorbildlich" mit der "sehr schlimmen" Situation umgegangen seien.

Osnabrücks Opoku rassistisch beleidigt

Der Osnabrücker Spieler Aaron Opoku war am Sonntag von einem Duisburger Zuschauer rassistisch beleidigt worden. Als erstes Spiel in einer der drei deutschen Fußball-Profiligen wurde das Duell der beiden Traditionsclubs daraufhin erst unter- und dann abgebrochen.

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