Daniel Ginczek vom VfB Stuttgart bejubelt sein Tor gegen Borussia Mönchengladbach (Foto: Imago)

Bundesliga | VfB Stuttgart Daniel Ginczek redet Klartext

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Julia Metzner

Unzufriedenheit statt großer Euphorie: Nach dem 1:0 Erfolg über Gladbach fand Siegtorschütze Daniel Ginczek erstaunlich deutliche Worte.

Als der VfB Stuttgart die knappe 1:0 Führung gegen Borussia Mönchengladbach auch über die vier Minuten Nachspielzeit erfolgreich verteidigt hatte, als die Erleichterung auf den Rängen in Jubel überging, da stand der abgekämpfte Siegtorschütze Daniel Ginczek am SWR-Mikrofon und sah aus, als ob er gerade die nächste Niederlage kommentieren müsste. Woher die mäßige Laune kam, wurde in den ersten Worten deutlich: "In der ersten Halbzeit hatten wir eine Szene, wo wir 1:0 führen und der Ball geht ins Aus und die Fans pfeiffen. Das geht nicht, das kriegen wir auch mit, das ist auch Thema bei uns in der Kabine!" Was Ginczek ansprach, traf vor allem Andreas Beck. Seit seiner Rückkehr tritt der ehemalige Nationalspieler eher glücklos auf. Quittiert wurden Becks Aktionen auch gegen Gladbach immer wieder mit Pfiffen. Weil aber "wir alle elf gekämpft haben, wie sich das zu Hause im Abstiegskampf gehört", wurden Ginczek und Co dann doch weitestgehend unterstützt, was auch der Torjäger als "wohl-tuend" empfand.


"Gebt Korkut Zeit!"


Aber trotz des Jubels auf den Rängen holte Ginczek noch einmal verbal aus. Und stellte sich mit seinen 1,91 Meter Körpergröße auch vor Trainer Tayfun Korkut und gegen die Ablehnung der Fans: "Den brutalen Shitstorm haben wir auch mitbekommen. Das ist nicht fair gegenüber einer Person!" Man müsse dem neuen Trainerteam Zeit geben, dann könne noch viel erreicht werden. Vier Punkte aus zwei Spielen unter Tayfun Korkut untermauern Ginczeks Unverständnis….

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Julia Metzner
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