Tayfun Korkut ist der neue Trainer beim VfB Stuttgart. (Foto: Imago, Bernd König)

Bundesliga | VfB Stuttgart Bis 2019: Tayfun Korkut neuer VfB-Coach

Tayfun Korkut wird neuer Coach des VfB Stuttgart. Der 43-Jährige wurde am Montag in einer Pressekonferenz vorgestellt. Korkut unterschreibt einen Vertrag bis 2019.

Damit wird Tayfun Korkut Nachfolger des am Sonntagmorgen entlassenen Trainers Hannes Wolf. Korkut trainierte zuletzt bis Mai 2017 das Team von Bayer 04 Leverkusen und war danach vereinslos. Er galt nach der Absage von Markus Weinzierl als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge auf dem Trainerposten bei den Schwaben. Der geborene Stuttgarter, der in der Vergangenheit schon als Trainer im Jugendbereich des VfB Stuttgart aktiv war, soll die Schwaben nun zum Klassenerhalt führen.

"Ich habe eine Vergangenheit in diesem Verein, da ist es natürlich umso erfreulicher, diese Aufgabe zu übernehmen", sagte Korkut bei der Pressekonferenz am Montagabend. "Wir hatten sehr gute Gespräche und sind auch zuversichtlich, die Ziele gemeinsam zu erreichen."

Bereits Hannover vor dem Abstieg bewahrt

Als Spieler hatte Korkut seine Karriere beim VfB-Stadtrivalen Stuttgarter Kickers begonnen und spielte anschließend bei Profi-Clubs in Spanien und in der Türkei. Danach trainierte er unter Anderem die U17 der TSG Hoffenheim und die U19 des VfB Stuttgart, bevor er ein Engagement als Co-Trainer der türkischen Nationalmannschaft annahm. "Ich habe den VfB damals schweren Herzens verlassen", zeigte Tayfun Korkut sich heimatverbunden. Als Bundesligacheftrainer debütierte er in der Saison 2014/15 beim Bundesligisten Hannover 96. Die Niedersachsen konnte er damals vor dem Abstieg bewahren. Eine Aufgabe, die ihm nun auch in Stuttgart bevorsteht.

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Vor dem 21. Spieltag steht Stuttgart mit 20 Punkten auf Rang 14 der Bundesliga-Tabelle. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz und Werder Bremen beträgt nur drei Zähler. Wolfsburg, der nächste Gegner der Stuttgarter, hat drei Punkte Vorsprung auf die Schwaben. "Das Spiel ist von überragender Bedeutung", sagte Sportvorstand Michael Reschke am Wochenende. Am Samstag verloren die Schwaben mit 0:2 (0:2) gegen Schalke 04 - dies war zugleich das letzte Spiel mit Wolf an der Seitenlinie. Er hatte die Schwaben am 21. September 2016 von Jos Luhukay übernommen und den Verein zurück in die Bundesliga geführt.

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Viele Spekulationen um Wolf-Nachfolge

Nach Wolfs Entlassung hatten Medien über verschiedene Nachfolge-Kandidaten spekuliert. Unter anderem die derzeit vereinslosen Thomas Tuchel (zuletzt Borussia Dortmund) und Jens Keller (zuletzt Union Berlin) sowie Lucien Favre (OGC Nizza) und Kenan Kocak, der beim Zweitligisten SV Sandhausen sehr erfolgreich arbeitet, wurden gehandelt. Markus Weinzierl, in der Bundesliga in der Vergangenheit beim FC Augsburg und Schalke 04 an der Seitenlinie, soll den Stuttgartern abgesagt haben.

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