Montagsspieleprotest (Foto: Imago, imago/opokupix)

Bundesliga | Meinung Montagsspiele nur mit kurzer Anreise

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Martin Maibücher

Vor der Saison 2017/18 führte die DFL Bundesligaspiele am Montag ein. Viele Fans protestieren seitdem dagegen. Häufig fällt das Wort "Kommerz". SWR-Reporter Martin Maibücher sieht aber noch ein ganz anderes Problem.

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Fans spielen gegen Fans – und gegen Montagsspiele. Am Samstag protestierten Anhänger aus Mainz und Freiburg friedlich mit einem sportlichen Duell unter Fans. Ich kann die Fußball-Freunde vor allem in einem Punkt verstehen: Der Termin am Montag-Abend ist alles andere als Fan-freundlich – vor allem lange Auswärts-Reisen sind für Berufstätige, Schüler oder Menschen, die am Montagabend Sport treiben wollen kaum zu realisieren. Für das erste Montagsspiel in dieser Saison mussten die Anhänger von RB Leipzig knapp 400 Kilometer zurücklegen - Protest gab es auch von den Heimfans aus Frankfurt. Fans des FC Augsburg reisten Ende Februar sogar rund 570 Kilometer für den Auftritt ihrer Mannschaft bei Borussia Dortmund – eine Strecke wohlgemerkt und ohne Urlaub kaum möglich.

So sehr Flutlicht-Spiele ihren Reiz haben – so sehr sollten die Sorgen der Fans gehört werden. Eine möglichst kurze Anreise der Auswärtsmannschaft muss meiner Meinung nach ein Kriterium sein bei der Ansetzung der Spiele am Montagabend. Dann schmecken Bratwurst und Bier - so wie beim Fan-Kick der Mainzer und Freiburger am Samstagnachmittag - vielleicht ja auch noch einen Tag nach dem Wochenende.

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Martin Maibücher
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