Freiburger Spieler ziht sich das Trikot über den Kopf (Foto: Imago, Frey-Pressebild)

Bundesliga | SC Freiburg Die Lage wird ernst für den SC Freiburg

Nach dem 0:2 beim FSV Mainz 05 ist der SC Freiburg auf den Relegationsplatz abgerutscht. Die Streich-Elf wartet seit sieben Spielen auf einen Sieg und muss um den Klassenverbleib bangen.

Zwei Punkte aus den vergangenen sieben Spielen, dazu seit mehr als 300 Minuten ohne eigenes Tor: Die Lage für den SC Freiburg wird immer prekärer. Erstmals seit dem 15. Spieltag stehen die Breisgauer wieder auf dem Relegationsplatz und damit in der Abstiegszone der Bundesliga.

Elfmeter in der Halbzeitpause

Doch nicht nur die Zahlen sprechen aktuell gegen den SC. Besonders das in Sportkreisen häufig zitierte "Momentum" ist derzeit nicht auf der Seite der Mannschaft von Trainer Christian Streich. Jüngstes Beispiel: Die Elfmeter-Entscheidung am Montagabend in Mainz. Schiedsrichter Guido Winkmann hatte die Mannschaften schon in die Pause geschickt, nach einer Information der Video-Assistentin Bibiana Steinhaus und einer Überprüfung der Handspiel-Szene von Marc Oliver Kempf entschied der Unparteiische doch noch auf Strafstoß - und holte die Freiburger zurück aus der Kabine.

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Pablo de Blasis verwandelte den Elfer zum 1:0 für Mainz. Viel schmerzhafter war aber der emotionale Nackenschlag. Aus der Umkleide mussten die Freiburger zurück auf den Platz und wurden mit einem Rückstand wieder in die Kabine geschickt - eine außerordentliche mentale Belastung, gerade im Abstiegskampf.

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Durch diese Niederlage musste Freiburg die Rheinhessen in der Tabelle vorbeiziehen lassen. Beide Mannschaften haben nun 30 Punkte, Mainz besitzt aber die bessere Tordifferenz. Der Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze beträgt noch acht (Hamburger SV) bzw. neun (1. FC Köln) Punkte, doch die Situation ist prekär.

Direkte Duelle gegen den Abstieg

Denn im Saisonendspurt warten auf den SC Freiburg direkte Duelle mit der Konkurrenz um den Klassenverbleib. Am kommenden Samstag trifft der SC auswärts auf den Hamburger SV, eine Woche später kommt der 1. FC Köln in den Breisgau.

Sollte Freiburg in beiden Partien punkten, kann der direkte Abstieg aus eigener Kraft vermieden werden. Das Ziel lautet aber natürlich anders: Nach 34 Spieltagen will Freiburg drei Mannschaften hinter sich lassen. Dafür benötigt die Streich-Elf aber dringend Erfolgserlebnisse. Vor allem, um das "Momentum" wieder auf die eigene Seite zu ziehen.

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